Dorn-Breuß-Methode

von Heilpraktiker Daniel Niehues, Schüler von Dieter Dorn und Therapeut für Dorn-Breuß-Therapie, in Zusammenarbeit mit der Redaktion von PhytoDoc

Einleitung

Dorn-Methode und Breuß-Massage
Die Dorn-Breuß-Methode ist eine Therapie zur Behandlung von Rückenschmerzen, insbesondere von Bandscheibenbeschwerden, wenn also die aus der Wirbelsäule austretenden Nerven (Spinalnerven) eingeklemmt sind. Der Therapeut arbeitet nur mit seinen Händen, er bedarf keinerlei Medikamente, Schmerzmittel oder Hilfsgeräte.

Die Dorntherapie
Sie ist eine sehr sanfte Wirbel- und Gelenktherapie. Das Ziel der Dorn-Therapie ist ein „Begradigung“ des Körpers von unten nach oben: Wirbel die nicht mehr an der richtigen Position sind, werden mit einem Daumendruck eingerichtet während die Muskeln gerade in Bewegung sind. Darin unterscheidet sich das Dorn Verfahren grundlegend von der Chiropraktik (hier werden die Bänder gedehnt, um Wirbel in Position zu bringen). Zur Erhaltung des Zustands bekommt der Patient Übungen an die Hand, die er zu Hause regelmäßig durchführen soll. Die Dorn-Methode ist somit sehr ökonomisch, da der Patient nur einmal zur Behandlung kommt, alle weiteren Übungen gibt ihm der Therapeut mit auf den Weg.

Die Breuß-Massage
Diese Behandlung ist eine sanfte Massage mit Massageöl. Sie soll ebenfalls die Wirbelsäule strecken sowie die Bandscheiben stärken, regenerieren sowie die Muskulatur lockern. Sie wird in der Regel öfter durchgeführt.

 
Die Geschichte der Dorn-Breuß Methode
Die Dorn-Methode wurde von Dieter Dorn entwickelt. Er selbst erlitt einen Hexenschuss und erhielt Hilfe durch einen alten „Einrichter“ aus dem Kemptener Umland, der nach einer traditionellen Technik behandelte. Er wollte die Methode erlernen, bekam aber zur Antwort: „Du brauchst es nicht zu lernen, du kannst es.“ Leider verstarb der Heiler kurze Zeit später.

Durch einfaches Probieren entwickelte Dieter Dorn, nach und nach, die Technik neu. Eine Ermunterung von Dr. Thomas Hansen, eines Chirurgen und Orthopäden aus Bremen, brachte Dieter Dorn dazu, sich auch  mit den theoretischen Grundlagen seiner Kunst zu beschäftigen und andere in seinem Wissen zu unterrichten. Die Dornmethode ist heute eine international gepflegte Therapie.

Die Breuß-Massage entwickelte Rudolf Breuß. Er versuchte Rückenschmerzen durch Massagetechniken mit Ölen zu lindern. Diese Massagetechnik sei besonders für die Bandscheiben geeignet. Sie sollen durch die Behandlung wieder quellen „wie ein trockenerer Schwamm, der Flüssigkeit aufnimmt“.

Der Heilpraktiker Harald Fleig war es, der beide Therapeuten kennen gelernt hat und die Therapiearten kombinierte. Seiner Erfahrung nach ergänzen sich die beiden Methoden in optimaler Weise.

Bewertung

Die Dorn-Breuß Methode gehört zur Erfahrungs-Heilkunde. Leider bestehen noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen der Dorn-Breuß- Methode. Beschwerden wie Blasenprobleme, Taubheitsgefühl in den Händen und Ischiasschmerzen können von fehlstehenden Wirbeln ausgelöst werden. Plausibel ist eine Besserung dieser Schmerzen nach einer Behandlung mit der Dorn-Breuß-Methode.

Die Breuß-Massage soll entspannend und regenerierend auf die Bandscheiben wirken. Das bei dieser Methode verwendete Johanniskrautöl ist nachweislich entspannend sowie stimmungsaufhellend. Wie viele Techniken, die eine direkte Berührung des Patienten pflegen, wirken Massagen entspannend bei Ängsten und Blockaden im seelischen Bereich. Ob die Bandscheiben sich tatsächlich regenerieren, bleibt aber unsicher.

Es gibt leider keine exakten Statistiken über die Erfolgsrate.

Der Erfahrung der Dorn-Therapeuten nach, kommt es bei 80-90 % der Fälle zu einer Linderung der Beschwerden.

Die Ausbildung ist nicht verbindlich geregelt, so dass der Wissensstand der Therapeuten recht unterschiedlich sein dürfte. Die Methode wird auch an Laien weitergegeben.

Anwendungsgebiete und Erkrankungen
Therapeut
Dorn-Breuß-Methode
Alle Therapeuten dazu anzeigen
  • "Abnutzungserscheinungen" der Gelenke
  • Beinlängenunterschiede, Probleme an den Beingelenken, Schuheinlagen
  • Blockierungen einzelner Wirbel
  • Brustwirbelsäulenbereich, Beschwerden im
  • einseitige Belastung oder unnatürliche Körperhaltung
  • Hörsturz, Hör- und Sehprobleme
  • HWS-Syndrom, Schulterschmerzen, Tennisarm,
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Lendenwirbelsäulenbereichs  Beschwerden, Ischiasbeschwerden (Ischialgien)
  • Bandscheibenvorfall, leichter
  • psychisch bedingte Verspannungen
  • Rücken-Probleme nach Operationen
  • taube Fingerspitzen oder eingeschlafene Hände, Empfindungsstörungen an Händen, Zittern der Hände
  • Tinnitus, Ohrrauschen, Schwindel
  • Verkrümmungen (Skoliosen) der Wirbelsäule und Erkrankungen des Rückens
  • Inkontinenz, Beschwerden beim Wasserlassen

Links zu den Erkrankungen, bei denen Dorn-Breuß-Methode helfen kann