Lymphdrainage

Lymphdrainage
© Dr. Ulrich Herpertz
Lymphödeme beider Beine, vorne Lymphologische Kompressionsbandage, hinten Behandlung mit Manueller Lymphdrainage. © Dr. Ulrich Herpertz

Von Dr. Ulrich Herpertz, Internist und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Lymphologie in Zusammenarbeit mit dem Team von PhytoDoc


Der Ausdruck "Lymphdrainage" hat sich als Kurzbezeichnung für die "Manuelle Lymphdrainage" und auch die…

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Wie wirkt Lymphdrainage?

Grundsätzlich gibt es zwei Strategien in der Ödemtherapie:

Diuretika fördern die Ausscheidung von Wasser durch die Niere. Angebracht sind sie aber nur bei bestimmten Ödemkrankheiten, wie dem Herz-bedingten (kardiogenen) Ödem, Nieren-bedingten…

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Anwendungsgebiete und Erkrankungen
Therapeut
Lymphdrainage
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Anwendungsgebiete für die physikalische Ödemtherapie sind noch weitere Ödeme:

  • Phlebödem = Venöses Ödem: Durch das Versagen der Klappen in den Venen (z.B. bei Krampfadern, Thrombosen und Venenentzündungen). Das Phlebödem tritt meist an den Beinen auf.

  • Traumatisches Ödem: Es entsteht durch Verletzungen (Prellungen, Quetschungen, Verdrehungen und Brüche), meist mit begleitendem Bluterguss.     

  • Ödem bei Sudeck-Syndrom = Vasovegetatives Ödem: Dieses sehr schmerzhafte Ödem an Hand und Fuß entsteht durch Mangelernährung des Gewebes infolge schmerzbedingter Fehlregulation der Nerven (komplexes regionales Schmerzsyndrom = CRPS).
  • Inaktivitätsödem = Lähmungsödem: Durch fehlende Muskelbewegung wird die Lymphe mangelhaft gebildet und transportiert.

  • Ischämisches Ödem: Bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) im vorgeschrittenen Stadium entsteht durch Sauerstoffmangel eine erhöhte Durchlässigkeit der Kapillaren, die zu einer Wassereinlagerung führt.
  • Entzündliche Ödeme: Bei rheumatischen Erkrankungen, Kollagenosen, chronischen Ekzemen und anderen Hauterkrankungen, Verbrennungen und durch Strahleneinwirkung entwickeln sich entzündliche Ödeme.

  • Diuretika-induziertes Ödem: Über mehrere Wochen nach dem Absetzen von falsch eingenommenen Entwässerungsmitteln (Diuretika) kann ein generalisiertes Spannungsgefühl durch Wassereinlagerungen bestehen.

Nur Frauen betreffende Ödeme:

  • Lipödem = Fettödem: Schmerzhaftes Fettgewebe, welches sich meist an Beinen und Gesäß bildet. Seltener findet man es an den Armen. Meist ist dieses Leiden mit Fettsucht kombiniert. In diesem Fall ist die Gewichtsabnahme wichtiger als die physikalische Therapie.
  • Orthostatisches Ödem: Diese Form des Ödems ist eine Schwellneigung der Beine, welche bei längerem Stehen auftritt und über Nacht wieder verschwindet.
  • Idiopathisches Ödem: Lage- und Tageszeitabhängig wechselt die Spannungssymptomatik am ganzen Körper. Die Ursache ist eine erhöhte Durchlässigkeit der Haargefäße (gesteigerte Kapillarpermeabilität).
  • Schwangerschaftsödem: Durch Umstellungen verschiedener Hormone und des Stoffwechsels kommt es zu Ödemen während der Schwangerschaft. Ödeme können aber auch durch Nierenerkrankungen in der Schwangerschaft bedingt sein.

Links zu den Erkrankungen, bei denen Lymphdrainage helfen kann