Massage

Einleitung

Unter Massage versteht man die Bearbeitung von Haut, Unterhautgewebe und Muskulatur durch die Hände eines Masseurs. Dabei haben sich viele verschiedene Techniken und Griffe entwickelt (Streichungen, Knetungen, Reibungen, Dehnungen, Klopfungen, Hackungen und Vibrationen). Ziel ist es, lokal den Stoffwechsel, die Durchblutung und den Lymphfluss anzuregen und die Muskelentspannung zu fördern. In neuerer Zeit wird auch ein Auslösen reflexartiger Vorgänge immer mehr betont. So sollen nicht nur Haut und Muskeln durch eine Massage stimuliert werden, sondern auch innere Organe, die vom selben Nervensegment versorgt werden. 

Massage wird wie auch die Bewegungs-, Hydro-, und Chirotherapie zu den "Physikalischen Therapien" gezählt. Einige Autoren fassen die Einteilung aber enger und zählen Massage, Chirotherapie, Osteopathie, Dorn-Breuß-Methode und Craniosacral-Therapie zu den "Manuellen Therapien" (von lat. manus=Hand).

 

Unter den Begriff Massage fallen auch:

Kolonmassage

Bei der Kolonmassage nach wird der Enddarm mit eine abwärts gerichteten Druck- und Gleitbewegung stimuliert.

Unterwasserdruckstrahlmassage

Massiert wird der Klient mittels eines Wasserstrahls in einem Wannenbad.

Bürstenmassage

Hier wird die Haut mit Bürsten trocken oder nass im Wannenbad massiert.

Schröpfkopfmassage

Mit Schröpfköpfen werden besondere Reflexpunkte am Rücken stimuliert. Schröpfen erfolgt mit Unterdruck, der an die Schröpfköpfe angelegt wird.

Saugwellenmassage

Man überträgt mit Saugglocken eine wellenförmige Massagebewegung auf den Körper.

Lymphdrainage

Griffe führen zu einer Anregung des Lymphflusses und Entstauung. Schwellungen durch Wassereinlagerungen lassen sich so vermindern.

Reflexzonenmassage

Massage von Reflexpunkten soll eine Fernwirkung auf Organe haben. Folgende Techniken zählt man zu den Reflexzonenmassagen:

  • Akupressur (Druckbehandlung bestimmter Hautareale)
  • Bindegewebsmassage (Massage bestimmter Punkte im Bindegewebe)
  • Fußreflexzonenmassage (Massage von Druckpunkten auf den Fußsohlen)
  • Periostmassage (Knochenhautmassage)
  • Segmentmassage (Sie geht von einem Zusammenhang von Haut-, Bindehaut und Muskelgeweben zu Rückenmarkssegmenten und inneren Organen aus.)

Andere Methoden

Auf dem Markt gibt es eine ganze Reihe neuer Techniken, teilweise basierend auf fernöstlichen und auch esoterischen Vorstellungen. Dazu zählen unter anderem Rolfing, die Polarity-Massage, die Biodynamische Massage, Shiatsu, die Tantra-Massage und viele mehr. Sie sind bisher nicht wissenschaftlich untersucht, können aber durchaus die Entspannung und das Wohlbefinden fördern.

Bewertung

Die physikalische Therapie hat in der modernen Medizin ihre feste Stellung, besonders im Bereich Rehabilitation und Vorbeugung.

Die Wirksamkeit der Massage ist durch Studien nachgewiesen.

Massagen wirken aber vermutlich nicht nur auf den Körper sondern über Hormone sogar auf die Psyche, das Wohlbefinden und die körperliche Abwehr.

Anwendungsgebiete und Erkrankungen
Therapeut
Massage
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Hauptanwendungen

  • Erholung nach sportlicher Anstrengung, Muskelkater
  • Lähmungserscheinungen
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen, Muskelverspannungen
  • Rehabilitation nach größeren Verletzungen oder Operationen, Lockerung von Narbengewebe
  • Rückenschmerzen

    Nebenanwendungen

    • Angst, nervöse Anspannung
    • Asthma, begleitend
    • Depression, begleitend
    • Durchblutung, Steigerung
    • Geburtsvorbereitung
    • Gewebsversorgung, Verbesserung
    • Hypochondrie
    • Krebstherapie, begleitend
    • Menstruationsbeschwerden
    • Muskelleistung, Steigerung der
    • Ödeme, Lymphdrainage, Lympffluss anregend
    • Operationsvorbereitung
    • Osteoporose, Prävention
    • psychische Entspannung und Wellness
    • psychosomatische Störungen
    • reflektorische Beeinflussung von Organen
    • Schmerzlinderung, allgemeine, Schmerzen am Bewegungsapparat
    • venöse Entstauung