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Coronavirus und Grippeimpfung: Die wichtigsten Fragen und Antworten

© Gerd Altmann auf Pixabay

Coronavirus in Deutschland: Das sollten Sie wissen

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) hat Ende Januar Deutschland erreicht. Mittlerweile gibt es 14 Infizierte, die aber wohlauf sind. Wie Sie sich schützen, warum Atemmasken nicht die erste Wahl sind und warum Ihnen jetzt noch eine Grippeschutzimpfung helfen kann. Plus: Welche Heilpflanzen gegen Viren wirken.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Das neuartige Coronavirus befällt wie der Grippevirus zunächst die unteren Atemwege und kann eine schwere Lungenentzündung auslösen. Übertragen wird das Virus durch Tröpfcheninfektion. Wie aggressiv das Virus ist und wie hoch die Infektionsrate, ist allerdings immer noch nicht völlig geklärt. Experten haben nach aktuellen Daten eine Sterberate von bis zu zwei Prozent errechnet. Wahrscheinlich liegt die Rate aber niedriger, da viele Infizierte nur leichte Symptome entwickeln und daher gar nicht von der Statistik erfasst wurden. Zum Vergleich: Bei SARS lag die Sterberate bei fast 10 Prozent.

Grippe deutlich gefährlicher, vor allem jetzt beim Karneval

Bei aller Besorgnis sollte man allerdings bedenken, dass nach derzeitigem Wissensstand Todesfälle in Deutschland durch die derzeit grassierende Grippe viel eher zu erwarten sind. Daher titelt auch DocCheck im neuen Newsletter: Keine Panik vor der Panik. Was im schlimmsten Fall passieren könne? Mehr Händehygiene! [2]

Auch durch die derzeitigen Karnevalsumzüge sieht Oliver Witzke, Direktor der Klinik für Infektiologie und des Westdeutschen Zentrums für Infektiologie der Universitätsmedizin Essen keine Gefahr für eine Coronavirus-Ansteckung. Da machen ihm die Grippeviren deutlich mehr Sorgen und verweist auf richtige Händehygiene und Nies- und Husten-Etikette (siehe unten).

Aktueller Stand (21.2.2020)

Beim Coronavirus liegt die Zahl an Infizierten mittlerweile bei rund 76.000 und über 2.200 Menschen sind daran gestorben (Aktuelle Übersicht hier >). Es haben sich aber auch schon knapp 20.000 Infizierte von der Erkrankung erholt. Am 1. Februar lag die Todesrate noch bei 259 (bei 11.000 Infizierten). Der starke Anstieg der Infizierten bereitet den Experten Sorge, da es jetzt deutlich mehr Erkrankte gibt als bei der SARS-Epidemie. Wann der Peak erreicht ist? Das ist eine Frage, die viele beschäftigt, auf die es aber erst in – hoffentlich baldiger – Zukunft eine Antwort geben wird.

  • Todesfälle traten vor allem bei Patienten auf, die bereits an Vorerkrankungen litten und fast ausschließlich in China in der Metropole Wuhan (11 Millionen Einwohner) [1].
  • In Deutschland hat sich die Anzahl an Erkrankten auf 14 erhöht.

Um die Erkrankungszahlen einordnen zu können: In dem schlimmen Grippejahr 2017/2018 verstarben allein in Deutschland 25.000 Bundesbürger durch Grippeviren!

Wie schätzt das RKI die Lage in Deutschland ein?

"Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung wird weiterhin als gering eingeschätzt". Diese Einschätzung kann sich allerdings kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern. Um eine Weiterverbreitung in Deutschland zu verhindern, ist es wichtig, Betroffene und Rückkehrer aus China zu isolieren und Hygienemaßnahmen konsequent einzuhalten.

Was bedeutet die von der WHO ausgerufene „Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite“?

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus über die Landesgrenzen von China hinaus, hat sich die WHO am 31. Januar zu diesem Schritt entschlossen. Hintergrund ist vor allem, unkontrollierte Alleingänge von Ländern zu unterbinden und ärmere Länder mit wenig entwickelten Gesundheitssystemen besser zu unterstützen. 

Durch die ausgerufene gesundheitliche Notlage werden alle WHO-Mitglieder dazu verpflichtet, ihre Maßnahmen zu koordinieren.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Man geht bisher davon aus, dass die Inkubationszeit – also die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome – bis zu 14 Tage beträgt. Diese lange Inkubationszeit hat zur Folge, dass es viele Infizierte gibt, die noch keinerlei Symptome zeigen und somit unbemerkt weitere anstecken können. Daher setzt die chinesische Regierung auch alles in die Bekämpfung des Coronavirus mit so drastischen Maßnahmen  wie das Abriegeln von Millionenstädten.

Welche Symptome entstehen durch das Coronavirus?

Wie schütze ich mich vor dem Coronavirus?

Eintrittspforten für die Viren sind Mund, Nase, Augen und hier im speziellen die Schleimhäute. Um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, gelten daher folgende Maßnahmen (die übrigens auch jederzeit gegen Grippeviren angeraten sind):

  • gute Händehygiene (was das heißt, lesen Sie weiter unten)
  • mit den Händen nicht ins Gesicht fassen (das erfolgt meist unbewusst, ist aber der wichtigste Übertragungsweg für Viren)
  • Abstand zu Erkrankten einhalten
  • in die Armbeuge niesen oder husten (damit schützen Sie andere vor sich)

Was ist von Atemschutzmasken zu halten?

Da ist die einhellige Meinung der Experten: Die sind für Erkrankte gedacht, um Nicht-Infizierte vor einer Ansteckung zu schützen. Der Nutzen als präventive Maßnahme ist dagegen nicht bewiesen - denn die Augen sind ja weiterhin ungeschützt. So gehören Atemschutzmasken auch nicht zu den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Die WHO geht sogar noch einen Schritt weiter und weist daraufhin, dass das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen kann. Dadurch könnten zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden.

Warum eine Grippeimpfung dagegen sinnvoll ist

Händehygiene: So geht's richtig

Die Hände unter fließendem Wasser mit Seife waschen, hier reicht eine vollkommen normale Seife aus, zugesetztes Desinfektionsmittel ist nicht nötig. Es gilt vielmehr darauf zu achten, dass die Hände sorgfältig eingeseift werden, also: Handinnenflächen, Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und auch die Fingernägel gründlich einreiben und abspülen. Hygienisch richtiges Händewaschen sollte 20 bis 30 Sekunden dauern. Kürzeres Einreiben mit Seife und das schnelle Wasser-Darüber-laufen-lassen sind nicht ausreichend, um gegen Viren vorzubeugen [3]. 

Antivirale Heilpflanzen

Es gibt bisher keine Impfung gegen Corona und nur Medikamente, die die Symptome eindämmen.

Es gibt aber eine Vielzahl an Heilpflanzen, die antiviral wirken, weil sie z.B. die Viren am Einnisten auf der Schleimhaut hindern können.

Das heißt aber nicht, dass sie auch zuverlässig vor einer Corona-Virus Infektion schützen – sie zeigen aber im Zellversuch breite antivirale Aktivitäten – und wirken unterstützend und stärken die Abwehrfunktion des Körpers.

Hier eine Auswahl (mehr über die Verlinkung):

Allgemeine Tipps: Bringen Sie Ihr Immunsystem auf Trab!

Einer Erkrankung, ob Grippe oder Erkältung kann man am leichtesten durch ein intaktes Immunsystem aus dem Weg gehen. Dabei sollte man verschiedene Faktoren im Auge behalten: eine gesunde und ausgewogene Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft bilden eine gute Basis. 

Zur Abhärtung eignen sich zusätzlich Kneipp-Anwendungen oder regelmäßige Saunabesuche. Heilpflanzen wie der Sonnenhut, die Kapuzinerkresse, Propolis oder Kapland-Pelargonie können die Abwehrkräfte unterstützen. 

Um in der Erkältungszeit eine Ansteckung zu vermeiden, sollte man einige Hygiene-Regeln beachten. In Bus und Bahn, im Discounter um die Ecke... Dort, wo sich viele Menschen auf engstem Raum bewegen, lauert die größte Ansteckungsgefahr. Auch durch Händeschütteln verbreiten sich Viren im Nu. Im Alltag sollte man aus diesem Grund darauf achten, sich häufiger die Hände zu waschen, um eine Ansteckung zu vermeiden. Da wissen Sie ja jetzt zum Glück, wie es richtig geht :-).

Nachdenkenswertes Video von Monitor, Sendung vom 30.01.2020

Monitor stellt in diesem Beitrag die unbequeme Frage, warum Corona so viel Aufmerksamkeit genießt, während an altbekannten und anhaltenden Krankheiten wie Masern, Malaria und Tuberkulose jedes Jahr Millionen sterben bei gleichzeitig wenig medialer Aufmerksamkeit.

Ein Bericht im Auftrag von WHO und Weltbank stellt nüchtern fest, dass die Welt vom UN-Nachhaltigkeitsziel der „universellen Gesundheitsleistungen für alle“  „weit entfernt“ sei.

Dauer: 6 Minuten, die sich lohnen

Quellen/Weitere Informationen

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