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Weitere Therapien: Heuschnupfen

Was sonst noch hilft

Grundsätzlich kann man die Symptome von Heuschnupfen mit Pflanzen und Hausmitteln optimal lindern. Bei sehr stark ausgeprägten Allergien kann es allerdings ratsam sein, die Schulmedizin in Betracht zu ziehen und zum Beispiel zeitweise zu Antihistaminika zu greifen.

Naturheilverfahren bei Heuschnupfen

Akupunktur

In kleineren Untersuchungen war die Akupunktur bei der Symptomlinderung erfolgreich für Heuschnupfen (3 Mal pro Woche, 4 Wochen lang). Für die chronische Form (perenniale Rhinitis allergica) wurde ein Effekt nach 8 Wochen Behandlung festgestellt. Um das Ergebnis abzusichern, müssen weitere Studien folgen.

Darmsymbioselenkung

Ein wichtiger Pfeiler der Therapie bei Allergien ist die Darmsanierung, denn sehr oft liegt bei Allergikern eine Störung des Gleichgewichts der Darmflora (Darmmikrobiota) vor. Eine gesunde Darmflora besteht aus 100 Billionen nützlicher Bakterien mit 1500 verschiedenen Arten. Sie schützt in Form eines dichten Baktereinrasens die darunter liegende Darmschleimhaut und hat die Aufgabe, unerwünschte, schädliche Keime zu verdrängen. 

Unter der Darmschleimhaut, befindet sich das Darm-assoziierte Immunsystem, das aus einer Vielzahl von Immunzellen besteht. Eine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora kann sich negativ auf die Darmschleimhaut auswirken und damit auch zu einem gestörten Immunsystem führen, das sich zum Beispiel mit einer Überreaktion auf Pollen oder Nahrungsmittel bemerkbar macht. Eine spezielle Stuhluntersuchung kann Aufschluss über den Zustand des Darm-Ökosystems geben. Mit einer entsprechenden Ernährung, Allergenkarenz bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten, verdauungsunterstützenden Mitteln, sowie passender Probiotika (Bakterienkulturen) und Praebiotika (Nährstoffe für die "guten" Bakterein) kann ein gesundes Ökosystem im Darm wieder aufgebaut werden, das dann dazu beiträgt, das Immunsystem wieder ins Lot zu bringen.

Schulmedizin

Die Medizin kann derzeit nicht die Ursachen von Allergien behandeln. Dafür sind zahlreiche Medikamente zur Symptombehandlung auf dem Markt.

Antihistaminika:

Die allergische Reaktion beginnt mit einer Histaminausschüttung der Immunzellen (Mastzellen), die durch Antihistaminika (wie Loratadin, Cetirizin und andere) abgefangen werden kann. Die Mittel der neuen Generation verursachen auch weniger Müdigkeit.

Sympathomimetika

Sie sind meistens in Nasensprays enthalten. Auf der Schleimhaut verursachen sie eine Verengung der Gefäße und einer Abschwellung der Schleimhaut. Der Stoff erweitert die Bronchien und verhindert bei Asthma Krämpfe der Bronchien

Achtung: Die Anwendung sollte daher nicht länger als maximal 7 (-14) Tage dauern, da ansonsten z. T. irreversible Schäden an der Schleimhaut und Abhängigkeit auftreten können.
Sympathomimetika können den Blutdruck erhöhen.

Mastzellstabilisatoren

Auch diesen Stoff findet man in Nasensprays. Sie verhindern die Reaktion der Immunzellen („Mastzellen“). Dadurch wird der Botenstoff Histamin, welcher die Entzündung startet, nicht ausgeschüttet.

Glukokortikoide wie Cortison

Nur in Fällen, bei denen man die Symptome der Allergie nicht in den Griff bekommt, muss Kortison eingesetzt werden. In Form von Augentropfen, Nasensprays oder Inhalatoren kann es gezielt an den Ort des Geschehens gebracht werden. Der Vorteil der lokalen Anwendung ist, dass der Körper weniger durch Nebenwirkungen belastet wird.

Kortison kann jedoch die Schleimhäute dünner und anfälliger machen und durch eine Unterdrückung der Immunabwehr Infektionen mit Krankheitserregern begünstigen. Nach lokaler Anwendung von Kortisonpräparaten ist der Mund durch Gurgeln auszuspülen (ausspucken!).

Orale Kortisonpräparate sollten nur in dringenden Fällen eingesetzt werden. Die Langzeit-Nebenwirkungen sind, besonders ab einer Verwendung von mehr als 7 Tagen erheblich.

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