Ihr Portal für Gesundheit,
Naturheilkunde und Heilpflanzen

natürlich gesund

Morbus Crohn

Bei Morbus Crohn ist der Verdauungstrakt chronisch entzündet.

Morbus Crohn: chronisch-entzündliche Darmerkrankung

Die Naturheilkunde ist begleitend sinnvoll, beim Rückgang der Beschwerden soll sie den beschwerdefreien Zeitraum möglichst lange erhalten.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Was ist Morbus Crohn?

Durchfall, Fieber, Bauchschmerzen: für Menschen, die unter Morbus Crohn leiden, gehören diese Symptome zum Alltag. Morbus Crohn ist eine chronische Entzündung des Verdauungstrakts. Meist ist das Ende des Dünndarms oder der obere Abschnitt des Dickdarms von der Krankheit betroffen, aber auch Mundbereich und After können befallen sein. Morbus Crohn ist bisher unheilbar und verläuft schubweise. Die verfügbaren Therapien können allerdings die Beschwerden lindern und die symptomfreien Zeiträume verlängern. In der akuten Phase hat die Schulmedizin für die Betroffenen meist Vorrang, wenngleich die Nebenwirkungen stark sein können. Vielversprechende Möglichkeiten bieten daher entzündungshemmende Heilpflanzen, Naturheilverfahren und eine Ernährungsumstellung – begleitend zur konventionellen Therapie.

Häufigkeit

Aktuell erkrankt an Morbus Crohn sind nach Schätzungen etwa 150 je 100.000 Einwohner (das sind umgerechnet 120.000 Personen), betroffen dürften aber mehr Menschen sein. Jährlich kommen in Deutschland etwa 6 bis 7 Neuerkrankungen je 100.000 Personen dazu.

Der Erkrankungsbeginn liegt meist im jungen Erwachsenenalter von 15 bis 35. Bei etwa 30 % PatientInnen breitet sich die Erkrankung auf andere Organe, häufig die Haut und Gelenke aus.

Die Kassen wenden pro Jahr 3 Milliarden € für die Versorgung von Patienten mit Morbus Crohn auf.

Morbus Crohn: Beschwerdefreiheit natürlich erhalten

Da bisher die Ursache für Morbus Crohn unbekannt ist, wird die Erkrankung symptomatisch behandelt. Dadurch wird eine deutliche Linderung erzielt, geheilt werden kann die Erkrankung jedoch bisher nicht.

Bei einem akuten Morbus Crohn Schub ist eine schulmedizinische Therapie angeraten. Kortikosteroide und Immunmodulatoren sind die besten verfügbaren Medikamente, leider von negativen Nebenwirkungen überschattet. Die Naturheilkunde ist begleitend sinnvoll, bei einem Rückgang der Beschwerden soll sie den beschwerdefreien Zeitraum möglichst lange erhalten. Die Medikamente können dann häufig reduziert oder ausgeschlichen werden. Die Komplementärmedizin hat bei dem Beschwerdebild einen hohen Anteil, etwa 50 % der Morbus Crohn PatientInnen nutzen Verfahren aus diesem Bereich.

Eine wirksame Heilpflanze ist Weihrauch, daneben hat sich Myrrhe, ebenfalls ein Harz, in der therapeutischen Praxis bei Morbus Crohn bewährt.

Morbus Crohn: Ursachen

Morbus Crohn ist eine häufige, chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die bislang als nicht heilbar gilt. Die Entzündung der Darmschleimhaut betrifft in den meisten Fällen den Übergang von Dünndarm zu Dickdarm und das Anfangsstück des Enddarms, im Prinzip kann es aber jeden Abschnitt des Verdauungstrakts treffen. Die Erkrankung hat wegen Bauchschmerzen, Durchfall, Blutverlust und Stuhldrang einen starken Einfluss auf das Leben der Betroffenen. Durchfall, Übelkeit und Erbrechen lösen mitunter einen starken Gewichtsverlust bei Morbus Crohn aus.

Ursachen

Bei Morbus Crohn ist die Immunantwort fehlgesteuert und greift die normale bakterielle Darmflora an, häufig sind Antikörper gegen harmlose Kolibakterien und Hefen nachweisbar. Darüber bilden 20 % der Betroffenen Antikörper gegen eigene Zellen. Bisher konnte nicht genau geklärt werden, wie es zu dieser Fehlregulation kommt. Vermutlich besteht eine genetische Veranlagung in Kombination mit bestimmten Umweltfaktoren, insbesondere zu geringer Kontakt mit Umweltkeimen. Dabei sind typischerweise die Barrierefunktion des Darms, die Darmflora und die Immunantwort gestört.

Umwelteinflüsse, denen eine Bedeutung zukommt, sind:

  • übermäßige Hygiene oder ein Leben in der Großstadt: Statistischen Daten zufolge schützten Stillen sowie das Leben in ländlicher Umgebung mit „natürlichen Keimen“.
  • Rauchen: Im Erwachsenenalter ist der blaue Dunst der wichtigste Risikofaktor.
  • wiederholter Antibiotikaeinsatz: Ein wichtiges Thema in der Diskussion um Morbus Crohn ist, dass man sich durch häufigen Antibiotikagebrauch auch eine schädliche Veränderung der Darmflora einkauft. Eine finnische Studie veranschlagt eine Verdopplung des Risikos, wenn der kindliche Organismus mehr als siebenmal mit Antibiotika belastet wurde. Besonders verdächtig ist die Gruppe der Cephalosporine. Ungeklärt bleibt dabei aber, ob eventuell dieser Personenkreis besonders anfällig für Darminfektionen war, und daher die Antibiotikabehandlungen erst notwendig wurden.
  • Infektionen mit dem Bakterium Clostridium difficile und das Cytomegalievirus lösen schwere Verläufe aus, die therapeutisch schwer in den Griff zu bekommen sind.
  • Die Einnahme Nicht Steroidaler Antirheumatika (NSAR) unterhält häufig eine Colitis.
  • Statistisch gesehen verpflegen sich die Erkrankten häufig mit einer Kost reich an Zucker, Fett und weißem Mehl.
  • genetische Faktoren: Bisher stehen 30 Genorte im Verdacht, an der Entstehung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen beteiligt zu sein (wie der Polymorphismus CARD15/NOD2; FUT2). Man findet daher familiäre Häufungen von Morbus Crohn.
  • psychische Einflüsse: Gerade der Darm ist stark von der Psyche beeinflusst. So verschlimmert Stress die Beschwerden oder löst sogar einen Schub aus.
  • Wenn in der Kindheit der Blinddarm wegen einer Blinddarmentzündung entfernt wurde, besteht ein erhöhtes Risiko für Morbus Crohn.

Morbus Crohn, ein modernes Leiden?

Seit der Nachkriegszeit nimmt die Häufigkeit von Morbus Crohn zu. Wie das zu interpretieren ist, darüber streitet sich die Wissenschaft. Erheblich geändert haben sich seit dieser Zeit sowohl die Hygiene als auch die Ernährung. So wird der Organismus heute in viel geringerem Maße mit harmlosen und krankheitserregenden Keimen konfrontiert, es werden heute viel mehr raffinierte Produkte mit Zucker, weißem Mehl und Fett verzehrt, weniger häufig stehen Obst und Gemüse auf dem Speiseplan. Allerdings haben sich die diagnostischen Möglichkeiten der Medizin verbessert, so dass auch eine bessere Erkennung bei der Zunahme der Morubs-Crohn-Häufigkeit mit hineinspielen dürfte.

Symptome von Morbus Crohn

Die Beschwerden entstehen durch die Entzündung im Darm, betroffen sind aber nur einzelne Abschnitte des Magen-Darm-Trakts. Bei Morbus Crohn treten Schübe mit heftigen Bauchschmerzen und Durchfällen auf, die länger als 6 Wochen anhalten. Dabei sind die Krämpfe unabhängig von den Mahlzeiten und dem Stuhlgang. Begleitend kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Fieber kommen.

Da die Nahrungsaufnahme durch Morbus Crohn im Darm schwer beinträchtigt ist, kommt es in der Folge zu Gewichtsverlust, allgemeiner Schwäche und Mangelerscheinungen. Besonders bei Kindern ist daher Wachstum, Entwicklung und Gewichtszunahme verzögert.

Die Entzündung kann aber auf die Gelenke und die Haut übergreifen. Die für Morbus Crohn typischen erhabenen rot-violett verfärbten subkutanen Hautknötchen (Erythema nodosum) entwickeln sich häufig an der Streckseite von Armen und Beinen.

Verlauf und Komplikationen

Verlauf

Das chronische Krankheitsbild tritt meist im frühen Erwachsenenalter zum ersten Mal auf, aber auch Kinder und alte Menschen kann die Krankheit treffen. Da die Aufnahme der Nahrung im Darm gestört ist, kommt es zu Malabsorption. Die Symptome zeigen sich schubweise und mit zeitweilig beschwerdearmen Zeiten. Sehr selten sind Verläufe mit dauernden Beschwerden oder mit nur einem einmaligen Schub.

Komplikationen

Unbehandelt und über längere Zeit kommt es zu Mangelerkrankungen, eventuell Anämie und Osteoporose. Es entsteht häufig Mangel an Gallensäuren, den Vitaminen A, C, D, E, B12, K, Fe, Ca, Mg, Zn, seltener Folsäure und Selen. Auch die Spiegel der wichtigen körpereigenen Stoffe Albumin, von Transporteiweißen und Gerinnungsfaktoren können absinken.

Es kann zu starkem Flüssigkeitsverlust mit Austrocknung des Körpers (Dehydratation), zu Druck auf Körperorgane und Zerstörung benachbarter Organe, zum möglicherweise lebensgefährlichen Wachstum von Keimen in der Blutbahn (Bakteriämie) und zu verringerter Fruchtbarkeit (Fertilität) kommen.

Eine chronische Entzündung zieht häufig Narbenbildung nach sich, wodurch die Darmwand verdickt und das Darmrohr verengt. Da der Stuhlgang dann schlechter passieren kann, kann es zu einem Darmverschluss kommen. Im schlimmsten Fall entleert sich der Stuhl durch einen Riss in der Darmwand in die Bauchhöhle. Dann besteht akuter Handlungsbedarf. Ebenso macht hoher Blutverlust ein operatives Eingreifen nötig. Wenn größere Darmabschnitte entnommen wurden, droht ein Kurzdarm- oder Blind-Loopsyndrom.

Eine Entzündungsneigung bleibt häufig nicht an einen Ort beschränkt. So breitet sie sich auf Mund, Haut, Gelenke oder Augen, seltener Leber, Lunge, Herz, Knochen, Blut, Niere u.a. aus. Bei einer Fistelbildung bricht die Entzündung zu anderen Organen (Vagina, Blase oder anderen Darmteilen) oder nach außen durch. Am After führt dies zu Abszessen und starken Schmerzen. Auch eine erhöhte Rate an Thrombosen und Gefäßerkrankungen ist statistisch belegt.

Patienten mit Morbus Crohn trifft ein erhöhtes Darmkrebs-Risiko, umso höher, je schwerer der Befall und besonders hoch, wenn auch Pseudopolypen vorhanden sind und die Erkrankung lange (> 20 Jahre) andauert. Dagegen schützt eine Behandlung mit Immunsuppressiva oder mit synthetischen Antikörpern gegen den „Tumornekrosefaktor-alpha“ (TNFα-Blockern).

Formen

Je nach Schwere der Symptome unterscheidet man leichte und schwere Verläufe. Dabei ist die jeweilige Lokalisation therapieentscheidend. Im Enddarmbereich arbeitet man mit Suppositorien, Klysmen oder Schäumen, ansonsten mit systemisch wirkenden Medikamenten.

Diagnostik

Morbus Crohn muss ärztlich behandelt werden

Einen Darminfekt hat jeder einmal, das ist meist harmlos und dauert in der Regel nicht länger als eine bis zwei Wochen. Wenn die Durchfälle länger als 3 Tage anhalten und die Bauchschmerzen immer wieder quälend in Erscheinung treten, sollte man die Situation ärztlich abklären lassen. Zusätzliche Warnsymptome sind bei Morbus Crohn Blutbeimengungen, erhöhte Temperatur, schlechter Allgemeinzustand und eine Abnahme des Körpergewichts. Die richtigen Ansprechpartner sind zunächst der Allgemeinärzte, unter Umständen Gastroenterologen.

Achtung: Dauernde Durchfälle führen zu Austrocknung und Mangelernährung!

Was Sie vom Arzt erwarten können

Der Arzt muss im Vorfeld folgende Faktoren abklären:

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Kontakte mit infektiösen Durchfallerkrankungen
  • Erkrankungen in der Familie
  • Medikamenteneinnahme

Relevant sind insbesondere Antibiotika und nicht steroidale Antirheumatika, da diese Präparate selbst häufig zu verstärkten Magen-Darmbeschwerden führen.

Zunächst wird der Ernährungsstatus überprüft und nach Anzeichen einer Mangelernährung gesucht. Der Bauch wird abgetastet, eine Ultraschalluntersuchung und Darmspiegelung (Koloskopie) klären die Situation ab: Hier findet man entzündete neben gesunden Darmabschnitten, zur Abklärung werden Biopsien entnommen. In bestimmten Verdachtsfällen werden außerdem Speiseröhre und Magen untersucht. Auch diese Organe sind häufig in Mitleidenschaft gezogen.

Neben der Doppelkontrastuntersuchung (Kontrast-Einlauf, KE) gehören Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) zu den empfohlenen Untersuchungsalternativen. Zur Erkennung von Fisteln oder Abszessen sind diese Verfahren neben dem Ultraschall die gängigsten Untersuchungsmethoden, auch eine digital-rektale Untersuchung ist notwendig, insbesondere, wenn keine Darmspiegelung vorgenommen wird, was jedoch meist der Fall ist.

Im Blutbild sollten zusätzlich Entzündungsstatus, Eisenhaushalt, Vitamin B12-Wert, Nierenfunktion, Leberfunktion (Transaminasen) und Gallenparameter (Cholestaseindikatoren) überprüft werden. Eine Untersuchung des Stuhls auf Blut und infektiöse Erreger (inklusive Campylobacter spp., Cytomegalie-Virus und Clostridium-difficile) ist zur Eingangsdiagnose notwendig. Zu beachten sind auch typische Infektionen nach Auslandsaufenthalten (Amöben und Parasiten). Als Entzündungszeichen im Stuhl kann man Calprotectin, fäkales Lactoferrin oder den Marker „S100A12“ nachweisen.

Nicht immer lassen sich die entzündlichen Darmerkrankungen Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn klar voneinander unterscheiden. Zusätzlich zu Colitis liegt häufig auch ein Reizdarmsyndrom oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit (Lactoseintoleranz) vor.

Morbus Crohn in der Schulmedizin

Die Behandlung von Morbus Crohn zielt auf die Hemmung der Entzündungsprozesse. Die gewählte Behandlung sollte innerhalb von 1 bis 2 Wochen ansprechen, sonst muss eine Alternativbehandlung gesucht werden.

Bei leichten Beschwerden ist eine Therapie der Symptome mit Budesonid erste Wahl, 5-Aminosalicylate und Mesalazin sind bei Morbus Crohn nur begrenzt wirksam.

Klassische Begleitmedikamente gehören zur Gruppe der Glucokortikoide (Kortison), wie etwa Budesonid oder Prednisolon. Sollte diese Maßnahme nicht greifen, dämmt man die Entzündung mit Immunsuppressiva ein (Azathioprin, 6-Mercaptopurin, Methotrexat). Man erkauft sich damit aber eine Abwehrschwäche gegen Infektionskrankheiten. Aber bei Morbus Crohn ist das das geringere Übel.

Bei Crohn Komplikationen wie entzündlichen Fisteln hilft man sich mit Antibiotika (Metronidazol Ceftriaxon oder Ciprofloxacin). Wird der Versorgungszustand kritisch, überbrückt eine künstliche Ernährung die kritische Zeit.

Chirurgische Maßnahmen bei Morbus Crohn

Stellt sich der Therapieerfolg nicht ein, bei mechanischen Blockaden (Fisteln, Abszesse) und narbiger Darmverengung (Stenose) oder bei schweren Komplikationen wie Blutungen und Durchbruch (Perforation), hilft nur noch der Griff zum Skalpell. Dabei entfernt man einen Teil des betroffenen Darms. Von außen erreichbare Verengungen können außerdem bei Morbus Crohn gedehnt werden.

Biologicals, die neuen Medikamente gegen Morbus Crohn

Für die Entzündung ist der Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-α) entscheidend und kam ins Visier der Wissenschaftler: Das Protein ist die Drehscheibe bei Entzündungsprozessen. Mittlerweile kann der Faktor mit synthetischen Antikörpern gezielt ausgeschaltet werden (Infliximab und Adalimumab). So lässt sich auch bei Morbus Crohn die körpereigene Entzündungsreaktion eindämmen. Die Behandlung kommt aber wegen der möglichen Gefahren und des hohen Preises nur nach Ausschöpfen der herkömmlichen Methoden in Betracht.

Auch Kombinationstherapien dürften bei Morbus Crohn sehr wirksam sein und werden zunehmend Gegenstand klinischer Studien (Antikörper Infliximab zusammen mit dem Immunsuppressivum).

Schmerztherapie

Besonders belastend für den Patienten sind die für Morbus Crohn typischen Bauchschmerzen. Dann erfolgt eine symptomatische Schmerztherapie mit Metamizol oder in Extremfällen auch mit Opioiden. Wegen der Suchtgefahr ist dies aber nur eine vorübergehende Maßnahme. Bei Therapieresistenz kann medizinischer Hanf (Cannabis) bei einzelnen Morbus Crohn Patienten segensreich sein und in Ausnahmefällen als Dronabinol sogar auf speziellen Rezepten (BtM) verordnet werden. Die vielen Nebenwirkungen und die Suchtgefahr sind jedoch zu bedenken.

Vor Beginn der Schmerztherapie ist eine genaue Aufnahme der Symptomatik und der Schmerzursachen notwendig (biologische, psychische und soziale Komponenten). Schmerzen bei Morbus Crohn sind darüber hinaus durch Optimierung der entzündungshemmenden Therapie, chirurgische Maßnahmen oder durch Absetzen von schmerzverstärkenden Medikamenten behandelbar.

Was sonst noch hilft

Bei Morbus Crohn ist die Schulmedizin in akuten Phasen unabdingbar, jedoch können eine Umstellung der Ernährung sowie weitere Naturheilverfahren die beschwerdefreien Zeiträume deutlich verlängern! 

Ernährung

Morbus Crohn beeinträchtigt teils durch den verminderten Appetit, teils durch die schlechte Aufnahme von Nährstoffen und Durchfall oder Blut im Stuhl die Versorgungssituation. Es kommt schnell zu einem Verlust an Elektrolyten, zu Mängeln an Vitaminen und Eiweiß.

Eine statistische Erhebung an 2600 Personen mit einer entzündlichen Darmerkrankung lässt vermuten, dass eine fettreiche Ernährung mit viel Fleisch und Zucker das Risiko erhöht, dass dagegen natürliche Ballaststoffe aus Obst und Gemüse vor Morbus Crohn schützen.

Akut behandeln: Morbus Crohn Diät

Bei einem akuten Schub jedoch ist es sinnvoll, Ballaststoffe, vor allem Rohkost zu meiden. Weißes Mehl und Zucker sollten nur geringen Anteil an der Ernährung haben. Um den Verlust an Wasser und Mineralien zu ergänzen, soll viel getrunken werden (Gemüsebrühe, Tee). Besonders komplex ist die Situation bei Kindern mit Morbus Crohn, da hier schnell Wachstumsstörungen auftreten. Gelegentlich kann eine Ernährung über eine Nasensonde (chemisch definierte Elementardiät) oder die Venen notwendig sein bzw. eine nährstoffdefinierte Formeldiät (Nährstoffpulver). Mit einer Erholung ist nach 2-6 Wochen Therapiedauer zu rechen.

Achtung Intoleranzen!

Bei vielen Morbus Crohn Erkrankten (65 %) besteht eine Unverträglichkeit für bestimmte Nahrungsmittel. Angeführt wird die Liste von

  • Weizen (69 %),
  • Milch, Milchprodukte, Lactoseintoleranz (48 %),
  • Hefe (31 %),
  • Mais (24 %),
  • Eier (14 %),

Seltener sind scharfe Gewürze, Tomaten, Wein und Kaffee schuld an der Verschärfung der Problematik. Grundsätzlich ist es bei Darmkrankheiten sinnvoll, während des Kostaufbaus die Verträglichkeiten auszutesten.

Das beruhigt den entzündeten Darm

Reizarme Schonkost verschafft dem Darm eine Pause. Reisschleim, Haferschleim oder pürierte und gedünstete Karotten, Bananenpüree oder geriebene Äpfel sind gut verträglich.

Heilfasten bei Morbus Crohn

Ist der Darm akut entzündet, wird er auch durch ein kurzes Heilfasten entlastet. Auch zur Erhaltung der Heilung und zur Prävention von Rückfällen ist episodisches Heilfasten unter therapeutischer Überwachung eine sinnvolle Maßnahme. Allerdings ist auf Untergewicht zu achten und eventuell ist eine künstliche Ernährung notwendig.

Danach: Kost umstellen

Später ist ein vorsichtiger Aufbau der Kost sinnvoll mit Säften, gedünstetem Obst, Gemüse und Kartoffeln. Die Verträglichkeit kann verbessert werden, wenn man Obst und Getreide oder Obst und Gemüse getrennt voneinander verzehrt.

Wenn man das verträgt, nimmt man wenig leichtverdauliches Protein (Fisch) und naturbelassene Fette hinzu. Gehärtete und raffinierte Fette (Bratfett, Margarine) dagegen sollte man vermeiden. Bevorzugen sollte man natürliche Öle mit einem hohen Omega-3-Fettsäuregehalt.

Protein hat eine besondere Bedeutung bei der Mobus Crohn Ernährung, da es durch den schlechten Darmzustand verloren geht. Suppen aus Knochen und Knorpel sollten das Nährstoffangebot zur Nachbildung von Bindegewebe ergänzen. Generell ist eine vitamin- und mineralienreiche Ernährung notwendig, Rohkost ist bei Morbus Crohn aber nur sinnvoll, wenn sie vertragen wird. Die Liste mineralienreicher Lebensmittel ist lang: Bananen, Kirschen/Sauerkirschen und Pflaumen, rote Beerenfrüchte, Pilze, Nüsse, Karotten, Spinat, Broccoli, Rosenkohl, Vollkornprodukte, Haferflocken, Hirse, ungeschälter Reis, Weizenkeime, Sojaprodukte, Bohnen, Kartoffeln, … Auch der Obstessig oder milchsauer vergorene Nahrung (wie Sauerkraut) ist ein Tipp, dem man nachgehen sollte.

Aber im Prinzip gilt auch bei Morbus Crohn:

Keine Dogmen, sondern das, was man verträgt!

Bei Beschwerdefreiheit im Anschluss kann eine mikrobiologische Therapie mit Darmsymbioselenkung kombiniert werden.

Naturheilverfahren bei Morbus Crohn

Mikrobiologische Therapie: abwägen und ausprobieren

Die Informationen, auch zum Thema Mikrobiologische Therapie sollten Anlass sein, über nötige und unnötige Hygiene und insbesondere über den Einsatz von Antibiotika nachzudenken.

Bei der entzündlichen Darmerkrankung Colitis ulcerosa ist die mikrobiologische Therapie bereits in den offiziellen Leitlinien verankert. Gezielte Studien haben herausgefunden, dass auch die Darmflora von Morbus Crohn-Patienten andere Bakterien enthält als die gesunder Menschen. So ist ein Therapieversuch mit Probiotika eine rationale Therapie. Ein Forscherteam der Technischen Universität München gelang es mit Lactobacillus casei, Entzündungsproteine im Darm zu reduzieren. Im Tierversuch hatte Lactobacillus fermentum einen positiven Effekt.

Kompliziert wird die Situation dadurch, dass viele Morbus Crohn-Patienten Antikörper gegen die „gesunde“ Darmflora gebildet haben. Ein Zusammenhang mit der Krankheit gilt als unwahrscheinlich, doch ist in diesem Licht eine pauschale Empfehlung zur Therapie schwierig. Eventuell muss man hier verschiedene Organismen in ihrer Wirkung austesten (Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus GG, L. casei, L. plantarum, L. bulgaricum, Bifidobakterium longum, B. breve, B. infantis und Streptococcus thermophilus, Saccharomyces boulardii, Escherichia coli Stamm Nissle 1917) und zwar in einer Zeit, in der der Darm durch die Morbus Crohn Symptome nicht überreizt ist.

Auf den Wurm gekommen

Bei einfachen hygienischen Verhältnissen wie auf dem Land oder in den Entwicklungsländern tritt Morbus Crohn seltener auf. Forscher haben diesen Zusammenhang schon häufiger bei Autoimmunerkrankungen und Allergien beobachtet. Sie argumentieren damit, dass das Immunsystem, unter diesen Bedingungen schlicht und ergreifend „beschäftigt“ ist – zum Beispiel mit der Abwehr von Würmern. Riskant war es schon, Darmwürmer für Morbus Crohn zu testen, daher verwendete man zur Sicherheit Eier von Schweine-Peitschenwürmern. Sie können sich im menschlichen Darm nicht dauerhaft halten und werden ganz natürlich ausgeschieden.

24 Wochen nach der mehrmaligen Einnahme der Eier verzeichneten die Studienleiter einen deutlichen Rückgang der Beschwerden bis hin zur Symptomfreiheit. Offensichtlich konnte die fehlgeleitete Abwehrreaktion gezielt in die Bahnen der Verteidigung geleitet werden. Entsprechende Präparate für Morbus Crohn gibt es noch nicht auf dem Markt.

Psychotherapie: psychische Balance

Morbus Crohn hat nicht nur einen heftigen Einfluss auf die Lebensqualität, auch Stress und psychische Belastungen verschlimmern die Darmerkrankung. So kommen sowohl den psychotherapeutischen als auch den entspannenden Verfahren besondere Bedeutung zu. Muskelkrämpfe lassen sich mit Progressiver Muskelrelaxation, Autogenem Training, Atemtherapie, Meditation, Yoga, Qigong und anderen körperorientierten Therapieverfahren lindern.

Entspannung kann auch Spaß machen: Kunst- und Musiktherapie oder Therapien mit Partnerübungen. Entspannend wirken auch Aromatherapie, Kosmetik, Shiatsu, Fußreflexzonenmassage oder Massage.

Kompliziert wird das Krankheitsbild, wenn Angst vor dem Essen und Ekel hinzutreten. Häufig assoziiert ist das Krankheitsbild mit vermehrter psychischer Symptombelastung wie Depressivität und Bindungsproblemen. In den Familien mit Morbus Crohn betroffenen Kindern werden häufig erhebliche Probleme festgestellt. Helfen kann hier eine Familientherapie, Psychotherapie, Verhaltenstherapie, gegebenenfalls auch Traumatherapie oder Hypnose

Bewegungstherapie

Bei einem akuten Morbus Crohn Schub empfiehlt sich körperliche Schonung, danach ist Bewegung angesagt, insbesondere Gymnastik oder leichter Ausdauersport. Bewegungstherapie beugt Osteoporose und Gelenkbeschwerden vor, häufige Komplikationen bei Morbus Crohn. Bei akuten Beschwerden ergreift man Maßnahmen wie Entlastung und Ruhigstellung betroffener Gelenke, auf Dauer aber zahlt sich leichte Physiotherapie aus.

Physikalische Therapie

Wärme ist wohltuend bei Krampfschmerzen. Leibwickel (2 x täglich), feuchtwarme Kompressen und Heublumensäcke werden direkt auf den Bauch gelegt. Auch Sitzbäder mit ansteigender Temperatur sind geeignet (2-mal pro Woche).

Akupunktur - Moxibustion

Die Traditionelle Chinesische Medizin hat ihre eigenen Methoden, die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn zu behandeln. Das Thema wird aktuell lebhaft untersucht und erste Erfolge werden berichtet. Akupunktur wirkt auf den Schmerz, die unwillkürlichen Reflexe der Eingeweide sowie die Säuresekretion im Magen. Auch bei Moxibustion scheint es Erfolge zu geben, die Therapeuten schätzen die Ansprechrate auf 75 %.

Zu den Verfahren Elektro-Neuraltherapie, Reflexzonenmassage, Phototherapie mit UV, hyperbare Sauerstofftherapie muss man noch genauere Studien abwarten.

Heilpflanzen und Vitalstoffe, die bei Morbus Crohn helfen können

Behandlung bei Morbus Crohn: Naturheilkunde und Hausmittel

Entzündungshemmende Heilpflanzen

Weihrauch ist ein vielversprechendes Therapeutikum und wirksam bei ganz verschiedenen entzündlichen Zuständen. Zu entzündlichen Darmerkrankungen gibt es bereits Pilotstudien. Ein Präparat mit Boswellia serrata-Extrakt war ähnlich effektiv wie das Medikament Mesalazin. Die Begleitsymptomatik bessert sich bei etwa Zweidritteln der Patienten (Bauchkrämpfe, Diarrhö, Gelenkbeschwerden, Hautkrankheiten). Besonders zur Erhaltung beschwerdefreier Zeiten wurde es als Alternative vorgeschlagen. Eine neuere Studie aus dem Jahr 2011 konnte die Daten zwar nicht bestätigen, dennoch wird Weihrauchextrakt als hoffnungsvolles Präparat gehandelt.

Eine kleine Studie zeigt ein sehr positives Wirkungsprofil von Wermut. Die Patienten hatten 6 Wochen lang 3 x 750 mg getrocknetes und pulverisiertes Wermutkraut eingenommen.

Bei Morbus Crohn die Darmbarriere stärken

Flohsamen quellen unter Aufnahme von Wasser. Dadurch wird die Konsistenz des Stuhls verbessert und die Stuhlfrequenz verringert. Die entstehenden Schleime bilden darüber hinaus eine schützende Schicht im Darm und binden Toxine von Bakterien. Auch Gallensäuren, die eine angeschlagene Darmbarriere beeinträchtigen, werden durch den Schleim neutralisiert. Zusätzlich reduzieren sie das Darmkrebsrisiko – bei Kolitispatienten immer ein Thema. Wegen der neutralisierenden Wirkung sollen die Flohsamen aber nicht zusammen mit Medikamenten geschluckt werden.

Komplexe Zucker aus Broccoli und der Kochbanane verhindern in Laborversuchen deutlich das Anheften und Eindringen von Bakterien in die Zellen der Darmschleimhaut. Diese Verbindungen und Schleime geben auch einen idealen Nährboden für probiotische Bakterien ab („prebiotisch“) und eignen sich daher zur Darmsanierung bei Morbus Crohn.

Gerbstoffe verbessern die Abschirmung der Schleimhaut. Natürliche Gerbstoffe gibt es in vielen Pflanzen, besonders hilfreich ist die Tormentillenwurzel (Pulver oder Tinktur), die jedoch maximal drei Tage eingesetzt werden dürfen. Auch die blauen Farbstoffe (Anthocyanine) aus getrockneten Heidelbeeren haben therapeutisches Potenzial bei Morbus Crohn. Die getrockneten Beeren werden gelutscht oder 10 Minuten gekocht (3 EL auf 500ml Wasser).

Tipps für den Alltag

Schmerzen lindern

Uzara aus Südafrika ist ein beliebtes Mittel bei Durchfall: Es hemmt die krampfartige Darmbewegung und reduziert den Stuhldrang sowie den Wasserverlust. Krampflösend wirken auch Kamille (Tee) oder Pfefferminzöl (Kapseln). Bei stärkeren Beschwerden kann Tollkirsche verwendet werden. Es dürfen wegen der Giftigkeit nur eingestellte Medikamente aus der Apotheke verwenden. Diese sind verschreibungspflichtig!

Gegen die häufig mit der Krankheit assoziierten Gelenkschmerzen könnte die Teufelskralle eine wirksame Option sein.

Was Sie selbst tun können

  • Bei Behandlung mit Immunsuppressiva sollten Sie darauf achten, dass Sie immer ausreichend Impfschutz haben (Grippe, Windpocken, Herpes, Hepatitis B, Pneumokokken). Dabei dürfen „Lebendimpfungen“ nur in der anfallsfreien Zeit ohne Immunsuppression verabreicht werden, da sonst Erkrankungen durch Impfkeime drohen.
  • Nehmen Sie spätestens 20 Jahre nach Krankheitsbeginn an Krebsvorsorgeuntersuchungen teil (Vorsorgekoloskopie; bei Einnahme von Thiopurinen auch Hautkrebs-Screening). Die Untersuchungen werden dann alle 1-2 Jahre wiederholt.
  • Geben Sie das Rauchen auf, damit dehnen Sie die beschwerdefreie Zeit bei Morbus Crohn aus.
  • Vermeiden Sie Alkohol, ganz besonders Hochprozentiges, dies schädigt die Schleimhaut.
  • Meiden Sie Lebensmittel mit bestimmten Zusatzstoffen (Polysorbat 80, Geliermittel Carrageen), sie schädigen die Darmbarriere. Ebenso stehen Mikropartikel aus Titandioxid und Aluminiumsilikaten, die über künstliche Lebensmittel, Staub und Kosmetika in den Darm gelangen, in Verdacht, die Krankheit anzuheizen.
  • Heilerde und medizinische Kohle fördern die Ausscheidung von Giftstoffen, abgesehen davon ist Heilerde reich an Mineralien.
  • Das Stillen von Säuglingen fördert frühzeitig die Ausbildung einer natürlichen Darmflora und einer gesunden Immunantwort. Eine naturnahe Lebensweise mit mehreren Tieren schützt vor Morbus Crohn.
  • Selbsthilfegruppen helfen nicht nur bei der Bewältigung von Morbus Crohn, sie haben auch häufig gute Anregungen auf Lager. So sehen dies auch Ärzte und das Pflegepersonal.

Nahrungsergänzung

Orthomolekulare Medizin

Bei Malabsorption oder einer Steroidtherapie kann wegen des erhöhten Risikos einer Osteoporose eine gezielte Gabe von Kalzium und Vitamin D notwendig werden, besonders im Winter.

Fischölpräparate und die in ihnen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sind in ihrem Einsatz umstritten. Tierexperimentell sind sie als positiv zu werten, dennoch konnten nur Studien mit speziell verkapselten Fettsäuren eine Wirkung beim Menschen zeigen. Da sie nicht auf dem Markt erhältlich sind, empfehlen die offiziellen Leitlinien diese Fettsäuren nicht. Vermutlich kommt es darüber hinaus auf das Verhältnis Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren in der Nahrung an.

Lecithin/Sojalecithin scheinen zwar bei Colitis ulcerosa zu helfen, indem sie für Schleimschutz im Darm sorgen, für Crohn liegen aber noch keine Studienergebnisse vor.

Da der geschädigte Darm Vitamine nicht gut aufnehmen kann, werden in extremen Fällen Vitamine (A, D, E, K, B12) intramuskulös gespritzt, Andere Stoffe können geschluckt werden, wie Folsäure (5 mg pro Tag), Vitamin E (400 I.E.), Eisen (10-20 mg) und Zink (20-50 mg). Gerade Zinkmangel wird sehr häufig festgestellt.

Zellersatz ankurbeln

Zur Unterstützung der Schleimhautheilung hilft Pantothensäure (100 bis 1000mg). Vorläufige Studien lassen vermuten, dass die Zucker N-Acetylglucosamin (GlcNAc) (auch in Form von Chondroitin) Heilung und Abschirmung bei Darmerkrankungen verbessern. Die Zellen benötigen diese Verbindungen, um einen intakten Schutz aufzubauen.

Antioxidantien

Da auch bei Morbus Crohn entzündliche Vorgänge zu oxidativen Schädigungen führen, ist die Behandlung mit Antioxidantien die logische Folge (Glutathion-Vorstufe L-Cystein, Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E, Metalle: Selen, Kupfer und Zink). Die natürlichste Form von Antioxidantien sind die Stoffe aus Obst (insbesondere rote Beerenfrüchte) und Gemüse.

Prebiotika

Um die erwünschten Bakterien im Darm bevorzugt wachsen zu lassen, kann man auch sogenannte Prebiotika verwenden. Das sind Stoffe, die von diesen Bakterien bevorzugt zersetzt werden (also natürliche Substrate), sodass ihre Anzahl auf natürliche Weise angehoben wird. Man kennt eine ganze Reihe dieser Stoffe, meist komplexe Zucker, die vom Menschen selbst nicht verdaut werden können: Inulin, Oligofruktose, Flohsamenschleim, Pektin (grüne Äpfel oder grüne Bananen). Studien belegen, dass die Behandlung Erbrechen und Durchfall bessert und für eine erhöhte Stuhlfestigkeit sorgt. Auch das sind relevante Aspekte bei Morbus Crohn.

Behindertenausweis bei CEDs

Bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa kann ein Behindertenausweis beantragt werden, der je nach Schwere der Krankheit bewertet wird. Bei geringen Beschwerden und Beeinträchtigungen wird ein Ausweis mit z.B. 10 - 20 % Behinderung ausgestellt. Bei erheblichen Beeinträchtigungen des Kräfte- und Ernährungszustand und häufigen/häufig wiederkehrenden Durchfällen kann ein Ausweis mit 50 % Behinderung erteilt werden. [20]

Quellen/Weitere Informationen

Quellen
  1. Akobeng AK: Review article: the evidence base for interventions used to maintain remission in Crohn's disease. Aliment Pharmacol Ther. 27(1):11-8, 2008
  2. AWMF: Aktualisierte Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Colitis ulcerosa 2011 – Ergebnisse einer Evidenzbasierten Konsensuskonferenz AWMF-Registriernummer: 021/009; in Z. Gastroenterol.; 49: 1276–1341, 2011
  3. AWMF: S3-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Morbus Crohn“
  4. Bao CH. et al.: Moxibustion down-regulates colonic epithelial cell apoptosis and repairs tight junctions in rats with Crohn's disease. World J Gastroenterol. 17(45):4960-70, 2011
  5. Borthakur A. et al.: Carrageenan induces interleukin-8 production through distinct Bcl10 pathway in normal human colonic epithelial cells. Am J Physiol Gastrointest Liver Physiol. 292(3):G829-38, 2007
  6. Ergebnisse einer Evidenz-basierten Konsensuskonferenz der Deutschen Gesellschaft
  7. Eser A et al.: The impact of intestinal resection on serum levels of anti-Saccharomyces cerevisiae antibodies (ASCA) in patients with Crohn's disease. Aliment Pharmacol Ther. 35(2):292-9, 2012
  8. Ferguson, L.R. et al.: Combining nutrition, food science and engineering in developing solutions to Inflammatory bowel diseases--omega-3 polyunsaturated fatty acids as an example. Food Funct. 1(1):60-72, 2010
  9. für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten zusammen mit dem Kompetenznetz Chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Erschienen in Z. Gastroenterol.; 46: 1094–1146, 2008
  10. Gerhardt, H. et al.: Therapy of active Crohn disease with Boswellia serrata extract H 15. Z Gastroenterol.; 39(1):11-7, 2001
  11. Holtmeier W. et al.: Randomized, placebo-controlled, double-blind trial of Boswellia serrata in maintaining remission of Crohn's disease: good safety profile but lack of efficacy. Inflamm Bowel Dis. 17(2):573-82, 2011
  12. Hou, JK. et al.: Dietary intake and risk of developing inflammatory bowel disease: a systematic review of the literature. Am J Gastroenterol. 106(4):563-73, 2011
  13. Ioannidis O. et al.: Nutritional modulation of the inflammatory bowel response. Digestion. 84(2):89-101, 2011
  14. J. E. Baars et al.: The risk of inflammatory bowel disease-related colorectal carcinoma is limited: results from a nationwide nested case-control study. Am. J. Gastroenterol. 106, 319–328, 2011
  15. Joos S. et al.: Acupuncture and moxibustion in the treatment of active Crohn's disease: a randomized controlled study. Digestion. 69(3):131-9, 2004
  16. Kasper, H.: Ernährungsmedizin und Diätik, 11. Auflage, Urban und Fischer Verlag, München, 2009
  17. Krebs, S., et al.: Wormwood (Artemisia absinthium) suppresses tumour necrosis factor alpha and accelerates healing in patients with Crohn's disease - A controlled clinical trial. Phytomedicine. 17(5):305-9, 2010
  18. Lavy, A. et al.: Hyperbaric oxygen for perianal Crohn's disease. J Clin Gastroenterol. 19(3):202-5, 1994
  19. Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, 1. Auflage, Thieme-Verlag KG, Stuttgart, 2006
  20. N.N. (rme): Morbus Crohn/Colitis ulcerosa: Thiopurine erhöhen Hautkrebsrisiko, aerzteblatt.de, Dienstag, 22. November 2011
  21. Piberger H. et al.: Bilberries and their anthocyanins ameliorate experimental colitis. 55(11):1724-9, 2011
  22. Rausche et al.: Colonica mucosa-associated microbiota is influenced by an interaction of Crohn disease and FUT2 (Secretor) genotype. PNAS, Nov 8.; Epub ahead of print, 2011
  23. Roberts C.L. et al: Translocation of Crohn's disease Escherichia coli across M-cells: contrasting effects of soluble plant fibres and emulsifiers. Gut. 59(10):1331-9, 2010
  24. Romano, C. et al.: Usefulness of omega-3 fatty acid supplementation in addition to mesalazine in maintaining remission in pediatric Crohn's disease: a double-blind, randomized, placebo-controlled study. World J Gastroenterol. 7;11(45):7118-21, 2005
  25. Schilcher, H., Kammerer, S., Wegener, T.: Leitfaden Phytotherapie, 4. Auflage, Nachdruck, Urban & Fischer Verlag, München-Jena, 2010
  26. Schmiedel, V., Augustin, M.: Das große Praxisbuch der Naturheilkunde, Gondrom Verlag, Bindlach, 2004
  27. Schmiedel, V., Augustin, M.: Leitfaden Naturheilkunde, 5. Auflage, Elsevier Verlag, München, 2008
  28. Schneider A. et al.: Acupuncture treatment in gastrointestinal diseases: a systematic review. World J Gastroenterol. 13(25):3417-24, 2007
  29. Stallmach, A. et al.: Die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Herausforderungen an die Versorgung. BARMER GEK Gesundheitswesen aktuell 2012, 286-309
  30. Trauernicht, AK and Steiner, SJ.: Serum antibodies and anthropometric data at diagnosis in pediatric Crohn's disease. Dig Dis Sci. 57(4):1020-5, 2012
  31. Virta, L. et al.: Association of Repeated Exposure to Antibiotics With the Development of Pediatric Crohn’s Disease—A Nationwide, Register-based Finnish Case-Control Study. Am J Epidemiol 2012; first published online February 24, 2012 doi:10.1093/aje/kwr400
  32. Wiese, DM. et al.: The effects of an oral supplement enriched with fish oil, prebiotics, and antioxidants on nutrition status in Crohn's disease patients. Nutr Clin Pract., 26(4):463-73, 2011
Bitte deaktivieren Sie Ihren Adblocker!
Um unsere hochwertigen Artikel schreiben und bezahlen zu können, sind wir auf Werbeeinnahmen angewiesen.
Wir zeigen aber keine nervige Werbung und legen Wert auf eine Ausgewogenheit zwischen informativem Text und Werbebannern.
Probieren Sie es aus. Danke und weiterhin viel Erkenntnis beim Surfen auf PhytoDoc!