Für jedes Symptom ist ein Heilkraut gewachsen
Verdauungsbeschwerden (medizinisch Dyspepsie) äußern sich in vielfältiger Weise. Von Blähungen, Aufstoßen und Völlegefühl bis hin zu Krämpfen und Übelkeit zieht sich das Spektrum der Symptome. Ebenso breit gefächert sind die Ursachen: Stress, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, zu üppige Mahlzeiten oder entzündliche Erkrankungen können eine Rolle spielen. In der Regel dauern Verdauungsbeschwerden nicht lange an und haben einen harmlosen Hintergrund. Für jedes Symptom ist ein Kraut gewachsen. Bei Bauchschmerzen hilft Kamille, bei Verstopfung sollte man schleimstoffreiche Leinsamen zu sich nehmen und bei Übelkeit empfehlen sich Ingwer oder Artischocke. Auf eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und Entspannung sollte bei Verdauungsstörungen grundsätzlich immer geachtet werden. Auf dieser Seite geben wir einen schnellen Überblick, was alles zum Symptomkomplex Verdauungsbeschwerden gehören kann.
Bitte beachten Sie: Werden die Beschwerden von starken Schmerzen begleitet, sollte man umgehend zum Arzt. Auch wenn leichte Beschwerden langanhaltend sind und nicht verschwinden, sollte man den Gang zu einem Mediziner nicht scheuen.
Was tun bei Verdauungsbeschwerden?
Die Phytotherapie hat gerade bei der Behandlung von leichten, funktionellen und psychosomatischen Verdauungsbeschwerden einen hohen Stellenwert. Bei chronischen Störungen und schweren Beschwerden sind sie eine schonende Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung.
Nicht geeignet ist die alleinige phytotherapeutische Behandlung bei akuten entzündlichen Prozessen, Infektionen mit Helicobacter pylori oder anderen Bakterien, Gastritis mit Blutungen, Morbus Chron, Colitis ulcerosa (Stadium II), Krebs und anderen schweren organischen Erkrankungen.
Viele der Verdauungsbeschwerden sind bereits an anderer Stelle beschrieben.
Die ausführlichen Texte finden Sie bei uns unter:
- Bauchspeicheldrüsenentzündung: gürtelförmiger Schmerz am Bauch und Rücken besonders nach dem Essen, Übelkeit und Erbrechen bei weichem Bauch.
- Blinddarmentzündung: Anfangs diffuse Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Schwäche und Fieber; später nehmen die Schmerzen im rechten Unterbauch zu.
- Blähungen und Meteorismus: schmerzhafte Gasansammlung im Magen-Darmbereich, Blähbauch; weicher, blasiger Stuhl.
- Reizdarm: Krämpfe, Völlegefühl, geblähter Bauch mit Druckschmerz. Schmerzen überwiegend im linken Unterbauch, Blähungen, vermehrt Darmgeräusche.
- Verdauungsschwäche, Malassimilation (Maldigestion, Malabsorption): Blähungen, Bauchgrimmen, -schmerzen und stinkender Stuhl, chronischer Durchfall, Gewichtsverlust, Muskelschwäche, Müdigkeit und Leistungsminderung, Vitaminmangel
- Sodbrennen: Aufstoßen, Oberbauchbeschwerden
- Durchfall, Diarrhö, häufiger Stuhl, krampfartige Schmerzen
- Verstopfung, seltener und harter Stuhlgang
- Erbrechen
- Gallenblasenentzündung, Gallenblasenleiden: Oberbauchbeschwerden, Druck im rechten Oberbauch unterhalb des rechten Rippenbogens, stechende Schmerzen, Ausstrahlung in Schulter und Rücken, Übelkeit, Völlegefühl, Appetitlosigkeit, fettiger Stuhl
- Leberbeschwerden, Leberentzündung: Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Oberbauchbeschwerden mit Appetitlosigkeit, eventuell leichtes Fieber, dunkler Urin und heller Stuhl, Kopfschmerzen
- Reizmagen: Schmerzen im Oberbauch, Krämpfe, Aufstoßen und Völlegefühl,
- Magenschleimhautentzündung, Gastritis: Übelkeit und Erbrechen, Oberbauchbeschwerden vor allem nach dem Essen, Hungerschmerzen, schnelle Sättigung
- Magengeschwür: Oberbauchbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen, eventuell Bluterbrechen („Kaffeesatzerbrechen“) und „Teerstuhl“
- Magenkarzinom: Leistungsknick und Gewichtsverlust, Appetitverlust und Abneigung gegen bestimmte Speisen, besonders Fleisch, Magenentleerungsstörungen mit Übelkeit und manchmal Erbrechen, u.U. „Kaffeesatzerbrechen“ (geronnenes durch Magensäure oxidiertes Blut), Schluckbeschwerden, Völlegefühl nach Mahlzeiten, Bauchschmerzen
- Milchunverträglichkeit (Lactoseintoleranz): Einige Stunden nach Milchgenuss treten Bauchbeschwerden wie Blähungen, Krämpfe und Durchfall auf.
- Divertikulitis: Diese Enddarmerkrankung lässt sich nur schwer über die Symptome feststellen. Meist leiden ältere Menschen über 60 Jahren darunter. Neben starken Unterbauchschmerzen lässt der Enddarm oft als „harte Walze“ tasten. Daneben treten auf: Fieber, Übelkeit, Erbrechen, sowie Durchfall oder Verstopfung.
- Chronisch entzündliche Darmerkrankungen: Durchfälle, die ohne Grund eintreten und länger anhalten, beruhen oft auf einer Darmerkrankung. Ein schmerzhafter Stuhldrang mit Blut und Eiterbeimengungen deuten auf Colitis ulcerosa hin. Morbus Crohn: Bei dauerhaften Bauchschmerzen und Durchfällen über 6 Wochen sollte man an diese Krankheit denken. Es drohen Gewichtsverlust und Mangelernährung.