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Lecithin / Sojalecithin

Lecithin kann unter anderem aus der Sojabohne gewonnen werden.
© Wikipedia

Lecithin schützt die Leber

Lecithin soll das Cholesterin senken und Verstopfung der Blutgefäße durch Fett verhindern.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Lecithin/Sojalecithin kompakt: Die wichtigsten Eigenschaften

Lecithin ist ein Naturstoff, der in Pflanzen wie Tieren vorkommt. Das Molekül besitzt fettlösliche und wasserlösliche Bestandteile und kann zwischen diesen nicht mischbaren Flüssigkeiten vermitteln. Lecithin wurde so zu einem der wichtigsten Nahrungszusatzstoffe, der die Entmischung von Fett und Wasser verhindert. Auch der medizinische Einsatz von Lecithin am Menschen hat mit dieser Eigenschaft zu tun: Lecithin soll das Cholesterin senken und Verstopfung der Blutgefäße durch Fett verhindern (Fettembolie). Daneben hat die Schönheitsindustrie Lecithin entdeckt: Die Fettweg-Spritze lässt die Fettdepots schmelzen. Allerdings warnt die Schulmedizin vor den Nebenwirkungen.

Wie gut hilft Lecithin / Sojalecithin?

Die wichtigste Anwendung für Sojalecithin liegt in der industriellen Nutzung der Fett lösenden Eigenschaften. In der Medizin ist vor allem die positive Wirkung auf die Leber durch verschiedene Studien übereinstimmend bestätigt worden. Auch die schützenden Eigenschaften auf Magen und Darm sowie auf Arteriosklerose könnten in Zukunft Bedeutung erlangen. Bislang aber liegen zu wenige Daten vor.

Bei der Kommission E ist als Indikation neben den Leberkrankheiten die Behandlung von moderaten Störungen des Fettstoffwechsels - vor allem Hypercholesterinämie – angegeben. Bei gesunden Personen hat es offensichtlich keine Wirkung auf den Fettstoffwechsel, Patienten mit zu hohen Fettspiegeln (Cholesterin, LDL) profitieren davon wenig bis moderat. Zur Behandlung von hohem Cholesterin haben sich aber Präparate mit Sojaproteinen durchgesetzt. Diese sind wesentlich besser untersucht und weit verbreitet.

Die Anwendung von Phosphatidylcholin aus Sojalecithin als „Fettweg Spritze“ ist in der Fachpresse wenig behandelt worden. Nach der Deutschen Gesetzeslage ist Phosphatidylcholin aus Soja daher auch für ästhetische Zwecke nicht zugelassen. Diese Behandlung ist aus wissenschaftlicher Sicht abzulehnen.

Alle Anwendungen im Überblick, sortiert nach Wirksamkeit

Hinweis: die möglichen Anwendungsgebiete (Indikationen) sind drei verschiedenen Kategorien zugeordnet, je nach Studienlage.

Eine ausführliche Definition erhalten Sie, wenn Sie mit der Maus über die jeweiligen Blätter fahren.

Gesicherte Wirksamkeit
  • Fettleber, Hepatitis und Leberzirrhose, Besserung der Beschwerden
  • Hypercholesterinämie, Fettstoffwechselstörungen, falls eine Diät nicht ausreichend Wirkung zeigt
Wirksamkeit laut Erfahrungsheilkunde
  • „Fettweg-Spritze, Injektionslipolyse, Lipolyse“
  • entzündliche Darmerkrankungen, Colitis ulcerosa
  • Fettembolien, Vorbeugung und Behandlung von (intravenös)
  • Leberschäden, toxisch-nutritive
  • Magen und Darm, Schutz
  • Medikamentenschäden, Vorbeugung
Bisher keine Beweise zur Wirksamkeit, aber Potenzial
  • Alzheimer
  • Appetitlosigkeit
  • Arteriosklerose
  • Glutenunverträglichkeit (Zöliakie, Sprue)
  • Gallensaftproduktion, verminderte
  • Gallensteine, vorbeugend
  • Homozysteinämie: Senkung, Herzkreislaufschutz
  • Schwäche, Müdigkeit: Kräftigungsmittel (Roborans)
  • Leistungsfähigkeit (körperlich und geistig), Steigerung
  • Morbus Crohn
  • Nahrungsmittelergänzung in der Sporternährung

Was ist Lecithin?

Lecithin ist ein Naturstoff aus der Gruppe der Glycerophospholipide. Er besteht überwiegend auch Phosphatidylcholin (Glycerin mit zwei langkettigen Fettsäuren, einem Phosphorsäure- und einem Cholinrest).

Lecithin wird in der Industrie zur Stabilisierung von Produkten mit wässrigen und fettigen Bestandteilen (Emulsionen) verwendet. Es verhindert die „Entmischung“ der Komponenten z. B. bei Kosmetika oder Nahrungsmitteln (Majonäse). Unter der Bezeichnung E-322 wird es in der Lebensmittelindustrie als Zusatzstoff verwendet, wie in Schokolade, Margarine und Backwaren. Zur Stabilisierung nutzt man es außerdem in Infusionslösungen für künstliche Ernährung.

Lecithin ist das häufigste Phospholipid in Zellmembranen (40% der Fette) und ist ein wichtiger Bestandteil im Gehirn, der Schleimschicht im Dickdarm und der Lunge.

Das Gelbe vom Ei

Die Bezeichnung Lecithin stammt aus dem Griechischen und bedeutet Eigelb. Aus Eigelb wurde auch 1846 Lecithin erstmals isoliert. Erst später stellte man fest, dass die Substanz auch in Pflanzen und allen tierischen Organismen zu finden ist. Heute gewinnt man Lecithin fast ausschließlich aus dem Öl der Sojapflanze, dessen Samen ca. 2 % Lecithin enthalten.

Kurze Geschichte des Sojalecithin

1994 beantragte ein US-amerikanischer Chemiekonzern die Genehmigung zur Vermarktung gentechnisch veränderter Sojabohnen. Seit 1996 werden die gentechnisch veränderten Sojabohnen auch nach Europa importiert. Nach Beurteilungen durch Behörden- und Forschungseinrichtungen unterscheidet sich diese Sojabohne hinsichtlich Gesundheits- und Umweltsicherheit nicht von herkömmlichen Sorten. Diskussionen über Produkte mit gentechnisch verändertem Soja beziehen sich hauptsächlich auf ökologische Auswirkungen.

Sojalecithin wird häufig fettreichem Tierfutter (wie Milchersatz für Kälber) zugesetzt oder zur Mästung (z.B. von Geflügel) verwendet.

Sojalecithin hat außerdem eine Schutzwirkung bei einigen Pflanzenkrankheiten (Reisbrand, Echtem Mehltau, Tomatenfäule) und wird daher Spritzmitteln zugesetzt.

In der Industrie wird Sojalecithin für zahlreiche Anwendungen benötigt (Emulgator, Stabilisator und Rostschutzmittel). Es verhindert in Farben die Absetzung des Pigments und sorgt für die Bindung des Anstrichs an den Untergrund. In der Textilindustrie kann Sojalecithin sowohl den Spinnprozess erleichtern als auch das Färben von Fasern. Als Zusatz zu Lösungsmitteln in der chemischen Reinigung verbessert es die Verkapselung und Entfernung von Schmutz.

Gewinnung

Durch die Extraktion von Sojabohnen wird eine fettartige Substanz gewonnen, die bei 60 - 80 °C mit Wasser vermischt wird. Dann wird das begleitende Sojaöl abgereichert. Den dabei angefallenen Lecithinschlamm dampft man im Vakuum bis auf einen Restwassergehalt von 0,2 bis 0,8 % ein. Dieses Rohlecithin enthält 45-60 % Phosphoglycerolipide, 30-35% Sojaöl, 5-10 % freie Kohlenhydrate und weitere Begleitstoffe. Dieses Rohprodukt entspricht dem in Arzneibüchern beschriebenen Pflanzenlecithin. Durch Extraktion der Begleitstoffe können entölte Sojalecithine hergestellt werden, die zu etwa 80 % aus Phosphatidylcholinen bestehen.

Heilwirkung von (Soja-) Lecithin

Magen/Darm

Nach neueren Untersuchungen wird Lecithin aktiv in den Schleim des Darms abgesondert. Bei Patienten, die an Colitis ulcerosa leiden, ist die Abgabe von Lecithin aber erheblich gestört. Eine lokale künstliche Applikation von Lecithin gleicht das aus, führt zu einer Verfestigung der Schleimschicht und einem verstärkten Schleimhautschutz. Dazu setzt man mikroverkapseltes Lecithin ein, das erst im Dünndarm freigesetzt wird (denn sonst wird es in den vorderen Darmabschnitte schon aufgenommen).

Phosphatidylcholin schützt auch den die Schleimhaut des Magens vor der Magensäure und vor Medikamenten, wie Aspirin und anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern.

Leber

Wie im Tierexperiment und mindestens acht klinischen Studien festgestellt wurde, verhindert Lecithin die krankhafte Veränderung von Leberzellen nach Verabreichung eines Lebergiftstoffs und stimuliert die Reparatur der Leberzellen.

In einer älteren klinischen Studie mit 650 Personen, die unter verschiedenen Lebererkrankungen litten (Fettleber, Hepatitis und Leberzirrhose), zeigte sich, dass alle Erkrankungstypen von der Behandlung profitierten. Eine weitere Studie mit 1,3 g Phosphatidylcholin (PC) und den Vitaminen B1, B2, B6, B 12, bestätigt die positiven Ergebnisse nach einer Behandlungsdauer von 1-2 Monaten. Besonders bei schwereren Erkrankungen wird eine lang anhaltende Behandlung mit PC empfohlen.

Auch bei Lebererkrankungen durch Alkoholmissbrauch sowie bei Hepatitis B, Hepatitis C besserte sich der Zustand der Patienten.

Für Cholin - einem Bestandteil des Lezithins - wurde in der tierexperimentellen Anwendung (Kühe und Hühner) und am Menschen eine Vorbeugung bzw. Besserung der Leberverfettung nachgewiesen. Ein Cholinmangel kann zu einer Fettleber führen.

Medikamentenschäden

1,35 g/Tag Vitamin-angereichertes Phosphatidylcholin schützte den Organismus gegen eine Reihe chemischer Schadstoffe und unerwünschte Arzneimittelwirkungen.

Daneben soll Phosphatidylcholin auch das Gewebe vor oxidativer Schädigung schützen.

Cholesterin

Konzentrierte Phytosterole aus dem entölten Sojalecithin haben eine cholesterinsenkende Wirkung beim Menschen. Lecithin verstärkt diesen Effekt:

Phytosterole sind dem Cholesterin sehr ähnlich, sie können jedoch nicht aufgenommen werden und blockieren auch die Aufnahme des Cholesterins. Das führt zu einer Senkung des LDL-Cholesterins, dem sog. „schlechten Cholesterin“. Mit 1 g Phytosterol (Sitostanol) ist eine Senkung der Aufnahme um ca. 11% zu erwarten. Wurde das Phytosterol zusammen mit Lecithin-Fett gegeben, dann reichten 300 mg, um die Cholesterinaufnahme um ca. 34% zu reduzieren.

Die Werbung verspricht die Ausschwemmung von Cholesterin durch den verbesserten Abtransport von Cholesterin in HDL-Einheiten, dem sog. „guten Cholesterin. In wissenschaftlichen Studien wurde gezeigt, dass HDL-Einheiten, die mehr Phosphatidylcholin (PC) enthalten, auch mehr Cholesterin mit sich führen, was für eine ausschwemmende Eigenschaft sprechen würde. In Versuchen an Patienten mit Hypercholesterinämie führte die tägliche Einnahme von Lecithin nur zu einer leichten Senkung von LDL-Cholesterin. Geringe Veränderungen der Fettwerte in Studien mit mäßiger Qualität sind eher die Regel. Studien mit den höchsten Qualitätsmerkmalen konnten kaum Veränderungen feststellen.

Besser wirksam scheinen Präparate mit Sojaproteinen zu sein: In einer kleinen Studie erhielten 57 Diabetes-Patienten mit zu hohen Fettspiegeln ein Sojaprodukt, das auch Soja-Protein enthielt (12% Lecithin und 35% Soja-Protein, 15 g/Tag für 12 Wochen). Die Analyse der Fettwerte zeigte, dass der Cholesterinspiegel um 12% gesunken war und der Triglyceridspiegel um 22%. Auch das Verhältnis von „schlechtem“ (LDL, -27%) zu „gutem“ Cholesterin (HDL, 12%) verbesserte sich. Studien mit Sojaprotein sind in der Regel erfolgreicher als die mit Sojalecithin.

Fettembolien

Bei traumatischen Verletzungen wie Knochenbrüchen gelangt Fett in den Blutkreislauf. Dann besteht die Gefahr einer Fettembolie. Man versteht darunter die Ansammlungen von Fetttröpfchen, welche die Adern verstopfen. Das kann man verhindern, indem man Phosphatidylcholin (PC) in dem Blutkreislauf spritzt, welches das Fett löslich macht. PC-Präparate aus Soja wurden zur Vorbeugung und Behandlung von Fettembolien entwickelt und erforscht. Das gleiche Medikament wird aber auch in der ästhetischen Medizin zweckentfremdet:

Fettweg-Spritze

PC aus Soja kam außerdem als „Fettweg-Spritze“ ins Gerede (der wissenschaftliche Ausdruck ist "Injektionslipolyse" oder "Lipolyse“). Dabei wird PC in mehreren Sitzungen direkt in die Fettpolster injiziert. Das soll das Fett auflösen, zur Leber transportieren und es schließlich durch die Galle ausscheiden. Kann das wirklich funktionieren? In Tierversuchen mit Kaninchen wurde in unterspritzten Fettpolstern absterbendes Gewebe gefunden. Eine aktuelle Studie bestätigt dies nicht, beschreibt jedoch andere Nebenwirkungen: Es können Verhärtungen (Fibrosen) und Entzündungen entstehen.

Über die Behandlungserfolge ist man sich nicht einig, da es keine Studien gibt, welche statistisch korrekte Daten liefern. Nach Aussagen von Ärzten ist das „Fettabsaugen“ im Gegensatz zur „Fettweg-Spritze“ sehr effektiv, aber auch relativ „grob“. Die „Fettweg-Spritze“ liefere weniger starke Resultate, sie könne aber auch an heiklen Stellen (Augen, Tränensäcke und im Halsbereich) angewendet werden. Jedoch ist zu beachten: Das Medikament, welches für die „Fettweg-Spritze“ verwendet wird, ist auch in Deutschland nicht offiziell für ästhetische Behandlungen zugelassen (sog. "Off-Label-Use").

Galle

Phosphatidylcholin ist ein wichtiger Bestandteil der Gallensalze. Sie sind für die Fettverdauung notwendig, denn die Fette aus der Nahrung können nicht aufgenommen werden, da sie als Fetttröpfchen vorliegen. Um sie zu lösen und zu verdauen sind als Emulgatoren die Gallensekrete notwendig. Sie werden in den Dünndarm abgegeben und anschließend im Darm rückresorbiert.

Herz-Kreislauf

Cholin hilft beim Abbau des Homocysteins, welches als Herz-Kreislauf-Risikofaktor gilt. Bei einer Gabe von 2.6 g Phosphatidylcholin reduzierte sich der Homocysteinspiegel um ca. 29%.

Phosphatidylcholin und HDL, die mit PC angereichert wurden, konnten in der Tat in Laborversuchen Cholesterin aus den arteriosklerotischen Plaques aufnehmen. In Tierversuchen reduzierte Lecithin aus Soja das Ausmaß arteriosklerotischer Veränderungen und normalisierte die Fettspiegel im Blut und das auch, wenn die gefütterte Kost weiterhin reich an Fetten und Cholesterin war.

Gehirn

Die Gabe des Bestandteils „Phosphatidylserin“ aus Sojalecithin verbesserte offensichtlich das Lernverhalten von erwachsenen Nagetieren. Dies ist verständlich, da aus dem Bestandteil Cholin im Organismus Botenstoffe für die Nerven hergestellt werden (Glycin, Sarkosin, Acetylcholin).

Bei der Alzheimerschen Krankheit wurde beobachtet, dass der Botenstoff Acetylcholin im Gehirn abnimmt. Es wurde daher versucht, mit Lecithin die Produktion der Botenstoffe wieder zu fördern. In klinischen Studien konnte aber keine eindeutige Besserung festgestellt werden. Auch bei anderen Gehirn-Erkrankungen mit Störungen des Cholinstoffwechsels wie Koordinationsstörungen von Bewegungsabläufen (Ataxien und Spätdyskinesien) konnte keine positive Wirkung gezeigt werden.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Toxikologische Untersuchungen zeigen, dass Sojalecithin gut verträglich ist. Bis zu 18 g pro Tag zeigen keine negativen Nebenwirkungen. Unverträglichkeits-Erscheinungen sind selten und beschränken sich auf Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Völlegefühl und Übelkeit.

Da Sojalecithin noch Rückstände von Sojaproteinen enthalten kann, sollten Patienten, die an Soja-Allergie leiden, darauf verzichten.

Wie im Tierversuch mit Ratten feststellt wurde, zeigten sich an Föten, deren Muttertiere täglich mit Lecithin gefüttert wurden, negative Veränderungen bei der Gehirnreifung. Die Kommission E erwähnt jedoch keine Vorsichtsmaßnahmen für Schwangere.

Als Nebenwirkungen der „Fettweg-Spritze“ treten kurzzeitiger Juckreiz, Schmerzen, Rötung und deutliche Schwellung nahezu immer auf. Schwere Probleme wurde aus Deutschland bisher nicht gemeldet. In Brasilien, wo die Anwendung seit längerer Zeit weit verbreitet ist, wurden Schädigungen von Nerven und Infektionen der Haut beobachtet.

Wechselwirkungen

Wird Phosphatidylcholin zusammen mit Medikamenten gegeben, fördert es häufig deren Aufnahme. Daher sollte man eine gleichzeitige Einnahme vermeiden.

Praktische Anwendung: Produkte & Hausmittel

Sojalecithin ist in verschiedenen Formen erhältlich (flüssiges Tonikum: Sojalecithin als Lösung in Alkohol, als Granulat oder Dragées).

Dosierung

innerliche Anwendung:

 Zur täglichen Einnahme wird 1,5 - 4,5 g bzw. 10 - 20 g Sojalecithin empfohlen

Klinische Studien

Häufig werden Produkte mit angereichertem Phosphatidylcholin (90% PC in Sojalecithin) verwendet. Zur Behandlung von Erkrankungen der Leber werden typischer Weise 350 bis 500 mg 3 x täglich eingenommen, zur Behandlung der Hypercholesterinämie 500 mg bis 10 g und zur Behandlung von neurologischen Störungen werden 5 bis 10g eingesetzt.

Lecithin sollte dicht verschlossen, vor Licht geschützt, nicht über 15 °C gelagert werden. Da es zu Autooxidation neigt, werden zur Stabilisierung Antioxidantien, z.B. Tocopherol oder Ascorbylpalmitat zugesetzt.

Wirkstoffe

Im engeren Sinne versteht man in der Biochemie unter Lecithin nur Phosphatidylcholin (das auch die Hauptkomponente von Sojalecithin ist). Sojalecithin ist ein Gemisch aus verschiedenen fettartigen Substanzen:

  • Triglyceride
  • Fettsäuren (Linolsäure 54,0%, Ölsäure 17,7%, Palmitinsäure 17,4%, Linolensäure 6,8% und Stearinsäure 4,0%)
  • Glykolipide
  • Kohlenhydrate
  • Phytosterole
  • weitere Phosphatide (hauptsächlich, Phosphatidylethanolamin, Phosphatidylserin und Phosphatidylinositol)

Quellen/Weitere Informationen

Quellen