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Pflanzenprofil von Nachtkerze

Nachtkerzenöl

Heute werden die Blätter der Nachtkerze kaum noch verwendet. Dagegen wird das Öl des Samens bevorzugt für Fertigarznei- und Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt: Es ist beispielsweise in Haut- und Körperpflegemitteln enthalten. In der Homöopathie wird es z.B. gegen Durchfall angewendet. Die Präparate dafür werden aus frischen Pflanzen hergestellt, die direkt zu Blütenbeginn gesammelt werden. Die Samenproduktion zur Gewinnung von Nachtkerzenöl liegt bei vermutlich 4000 Tonnen.

Aussehen und Herkunft

Die Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis) stammt aus Nordamerika. Dort ist sie von Kanada bis Mexiko zu finden. Die zweijährige Pflanze wird bis zu 1,5 m hoch. Jede Pflanze enthält in den Samenkapseln bis zu 150.000 Samen. Zur Fortpflanzung öffnen sich die großen gelben Blüten abends und können dann von den Nachtfaltern bestäubt werden.
Früher wurde die Nachtkerze in Europa als Zierpflanze und Küchenkraut verwendet, besonders die Pflanzenwurzel wurde gerne als Gemüse und Salat zubereitet. In der Volksheilkunde galten die Blätter und Wurzeln als „blutreinigendes Mittel“.

Gewinnung

Das Nachtkerzenöl (Oenothera biennis oleum) wird durch Kaltextraktion mit Hexan, einem organischen Lösungsmittel, aus dem reifen Samen der Pflanze gewonnen und anschließend gereinigt.
Neuerdings wird von einem Verfahren berichtet, bei dem zusätzliche wichtige Inhaltsstoffe (Triterpenester, s.u.) erhalten bleiben. Dazu wird das Öl durch kalte Pressung gewonnen und nicht raffiniert.

Preiswertes Ersatzprodukt

Die γ-Linolensäure ist in ca. 2 x höheren Konzentrationen auch im Borretschsamen enthalten. Da dieses Öl preiswerter ist als Nachtkerzenöl-haltige Präparate, wird manchmal der Ersatz von Nachtkerzensamenöl durch Borretschsamenöl empfohlen.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen
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