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Pflanzenprofil der Taigawurzel

Der Sibirische Ginseng

Eleutherococcus wird eine leistungssteigernde Wirkung zugesprochen, weshalb er beispielsweise von Russischen Sportlern während der Olympiade 1984 verwendet wurde. Bereits in der früheren UdSSR wurde die Taigawurzel so zu einem beliebten Stärkungsmittel. Eleutherococcus-Wurzel wurde auch in der Landwirtschaft eingesetzt mit dem Ziel, die Geflügel- und Eierproduktion zu erhöhen, die Widerstandskraft bei Schweinen zu fördern sowie die Fortpflanzung bei Rindern zu steigern und die Pelzqualität bei Polarfüchsen zu verbessern.

Aussehen und Herkunft

Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus), manchmal auch Sibirischer Ginseng genannt, ist eine strauchartige Pflanze aus der Familie der Efeugewächse (Araliaceae). Die Heilpflanze besitzt stachelige Triebe, gefingerte Blätter und unscheinbare Blüten, die in Dolden stehen. Die männlichen Blüten sind blauviolett, die weiblichen Blüten gelblich gefärbt. Daraus entwickeln sich kleine schwarze Beeren. Taigawurzel stammt aus Nordostasien, in Russland gibt es bereits seit einigen Jahren große Anpflanzungen. Man verwendet sowohl die getrockneten Wurzeln als auch die unterirdischen Sprossabschnitte. Sie werden auch unter der pharmazeutischen Bezeichnung Eleutherococci radix geführt.

Taigawurzel (Sibirischer Ginseng) ist übrigens nicht mit Ginseng (Panax ginseng) zu verwechseln, der nach seiner Herkunft als Chinesischer, Koreanischer oder Japanischer Ginseng bezeichnet wird. Es handelt sich hier um unterschiedliche Pflanzen. Zwar ist die Wirkung der beiden Pflanzen ähnlich, die Inhaltsstoffe sind aber unterschiedlich. Der Ginseng hat eine allgemeinere Wirkung als die Taigawurzel, letztere unterstützt zusätzlich das Immunsystem.

Verwandte Arten

Der Sibirische Ginseng wird gelegentlich mit verwandten Pflanzen aus der Gattung Aralia verwechselt, wie die Amerikanische Narde (Aralia racemosa), die Nackstängelige Aralie (A. nudicaulis) und der Herkuleskeule (A. spinosa). Diese Pflanzen werden ebenfalls in der traditionellen Medizin eingesetzt.

Gewinnung

Die getrocknete Wurzel des Sibirischen Ginsengs wird pulverisiert und mit einer alkoholischen Lösung extrahiert. Der Extrakt wird direkt verwendet oder durch schonende Eindampfung konzentriert. Üblich ist ein 33 % iger Extrakt. Nach einem Zusatz von geeigneten Trägerstoffen wird das Konzentrat durch Sprühtrocknung zu einem Trockenextrakt aufgearbeitet.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen
  1. Blaschek W. et al. (Hrsg.): Hagers Handbuch der Drogen und Arzneistoffe, Springer-Verlag Heidelberg, 2004
  2. Glatthaar-Saalmüller B. et al.: Antiviral activity of an extract derived from roots of Eleutherococcus senticosus. Antiviral Res., 50 (3), 223-8,2001
  3. Hänsel, R., Sticher, O.: Pharmakognosie – Phytopharmazie, 8. Auflage, Springer Verlag, Heidelberg, 2007
  4. Schilcher, H., Kammerer, S., Wegener, T.: Leitfaden Phytotherapie, 3. Auflage, Urban & Fischer Verlag München-Jena, 2007
  5. Van Wyk, B.-E., Wink, C., Wink, M.: Handbuch der Arzneipflanzen, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 2004
  6. WHO: WHO monographs on selected medicinal plants, Vol.2, AITBS Publishers & Distributors (Regd.), India, Delhi, 2005
  7. Wichtl, M. (Hrsg.): Teedrogen und Phytopharmaka, 4. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002
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