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Zitronenverbene

Kleine weiße Blüten zieren den Zitronenstrauch.

Zitronenverbene: Beliebt als Tee

Die Pflanze gilt als krampflösend, wirksam gegen Bakterien und Viren, fiebersenkend, beruhigend und als Magenmittel.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Zitronenverbene kompakt: Die wichtigsten Fakten

Die Zitronenverbene (Aloysia citrodora) hört auf sehr viele Namen wie Zitronenstrauch, Verbene oder – besonders in der Schweiz und Frankreich – Verveine. Heimisch ist die Zitronenverbene in Südamerika, wächst aber auch bei uns hervorragend als Kübelpflanze, wenn sie im Wintergarten überwintern kann. 

Der Zitronenstrauch weist einen wunderbaren, intensiv-fruchtigen Zitronenduft auf, weshalb die Verbene vor allem als Kräutertee oder in der Küche geschätzt wird. Die beruhigende und angstlösende Wirkung des Tees ist zwar nicht durch klinische Studien belegt, aber sehr plausibel, da andere Pflanzen mit ähnlichen Inhaltsstoffen (z.B. Melisse) ähnlich wirken. Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Wie gut hilft Zitronenstrauch?

Alle Anwendungen im Überblick, sortiert nach Wirksamkeit

Hinweis: die möglichen Anwendungsgebiete (Indikationen) sind drei verschiedenen Kategorien zugeordnet, je nach Studienlage.

Eine ausführliche Definition erhalten Sie, wenn Sie mit der Maus über die jeweiligen Blätter fahren.

Gesicherte Wirksamkeit
  • keine
Wirksamkeit laut Erfahrungsheilkunde
Bisher keine Beweise zur Wirksamkeit, aber Potenzial
  • keine

Botanik: Aussehen und Verbreitung

Die Zitronenverbene (Lippia citrodora) nennt man auch Echte oder duftende Verbene. Sie zählt zur Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae) und wird bis zu 1 Meter hoch. Ihre Blätter duften, wie schon der Name sagt, beim Zerreiben stark nach Zitrone. Sie sind länglich, fast unbehaart und stehen zu dritt beisammen. Die zahlreichen, sehr kleinen weiß-lila Blüten bilden rispig angeordnete Ähren. Verwendung finden die frischen oder getrockneten Blätter (Lippiae triphyllae folium).

Der Zitronenstrauch ist eine beliebte Garten- und Gewürzpflanze, die bevorzugt in warmen und gemäßigten Klimaregionen wächst. Natürliche Vorkommen findet man in Südamerika (Argentinien und Chile).

Beliebt als Gewürz

Ursprünglich zählt man die Zitronenverbene zu der artenreichen Gattung Lippia (ca. 200 Arten). Häufig verwendet werden: „Mexikanischer Oregano“ (L. graveolens), Azteken-Süßkraut (L. dulcis), mit einem intensiven Süßstoff und kräftigem Lakritz-Kampfergeschmack, Kräutertees : L. javanica und L. scaberrima, L. dulcis, L. graveolens und L. lycioides.

Den Zitronenstrauch nutzt man auch gerne zum Würzen von Fisch, aber auch zur Aromatisierung verschiedener Süßspeisen und Desserts.

Gewinnung

Das gesammelte Kraut wird frisch oder getrocknet verwendet. Durch eine dreistündige Wasserdampfdestillation der frischen Zweige gewinnt man - mit einer Ausbeute von knapp 0,1% - das ätherische Öl.

Heilwirkung von Zitronenverbene

Die Pflanze gilt als krampflösend, wirksam gegen Bakterien und Viren, fiebersenkend, beruhigend und als Magenmittel; man schätzt sie daher bei Nervosität, Erkältung, Fieber, Asthma und bei geringfügigen Verdauungsbeschwerden (z.B. Koliken, Blähungen und Durchfall). Die Wirksamkeit beruht vermutlich auf den in der Pflanze enthaltenen ätherischen Ölen und Flavonoiden.

Die beruhigende und angstlösende Wirkung von Zitronenstrauchtee ist zwar nicht durch klinische Studien belegt, aber sehr plausibel, da andere Pflanzen mit ähnlichen Inhaltsstoffen (z.B. Melisse) ähnlich wirken.

Die getrockneten Blätter sind auch als Bestandteil von kommerziellen Teemischungen begehrt.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Zu Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Gegenanzeigen liegen keine Informationen vor. 

Praktische Anwendung: Produkte und Hausmittel

Die beliebteste Art, den Zitronenstrauch zu nutzen, ist der Käutertee. Auch ätherische Öle finden in der Aromatherapie Verwendung. Die frischen, zitronigen Blätter schmecken sehr gut im Obstsalat, zu Fruchtsorbets oder Fruchtsäften.

Hausmittel: Tee

Für eine Tasse Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel frische oder getrocknete Blätter mit kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.

Anschließend abseihen und täglich ein bis drei Tassen davon trinken.

Wirkstoffe

  • ätherisches Öl
  • Monoterpene: Neral und Geranial (das Gemisch wird als Citral bezeichnet) sowie Photocitral A
  • weitere Terpene:
    Monoterpene: Borneol, Limonen, Geraniol, Nerol und Terpineol
    Sesquiterpene: Caryophyllen, β-Curcumen, Myrcenen und Isovaleriansäure
  • Flavonoide: Apigenin, Luteolin, 6-hydroxylierte Flavone und ihre Methylester (Eupafolin, Hispidulin, Eupatorin und Salvigenin)

Quellen/Weitere Informationen

Quellen