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Stärken Sie Ihre Abwehr mit Ingwertee!

Eine Tasse Tee enthält einige dünne Scheibchen Ingwer.
© Printemps - Fotolia.com

Ingwer das Allroundtalent

Die Ingwerwurzel wird in der TCM als Allroundtalent angesehen. Durch die Einnahme von Ingwer werden verstärkt Abwehrstoffe im Körper ausgeschüttet. Hier finden Sie ein einfaches Rezept zum Kochen eines Tees sowie Informationen und Hinweise rund um die gesunde Knolle.

Von: Vivian Abena Ansuhenne

Ingwertee: heilwirksam und belebend

In vielen Kulturen ist die stärkende Wirkung von Ingwer schon seit Jahrhunderten bekannt. Die Gewürzpflanze, die auch Ingber, Imber, Immerwurzel oder Ingwerwurzel genannt wird, wächst in den Tropen und wird in asiatischen und afrikanischen Ländern angebaut. Die Rhizome werden in diesen Ländern als Gewürz- und Heilmittel verwendet. Ingwertee und Ingwerbäder werden in der asiatischen Medizin bei Rheuma, Muskelschmerzen und Erkältungen verordnet. Ingwer besitzt eine stoffwechselanregende und schweißbildende Wirkung. Einen Becher Ingwertee zu trinken wärmt und stärkt aufgrund der enthaltenen Scharfstoffe ihre Gesundheit - man fühlt sich angenehm belebt, ohne auf den üblichen Morgenkaffee zurückgreifen zu müssen.

Wirkungen von Ingwer

  • Antitumorale Wirkung: Hinweise auf antitumorale Effekte konnten in einigen Tierexperimenten beobachtet werden
  • Migränebehandlung: In der Ayurvedischen Medizin wird Ingwer mit Erfolg in der Behandlung von Migräne eingesetzt.
  • Molluscicide und antischistosomale Wirkung: Gingerole und Shogaole zeigen Effekte gegen Schistosoma-Arten, die Bilharziose verursachen
  • Bei folgenden Beschwerden ist die Wirkung wissenschaftlich belegt: Verdauungsstörungen, dyspeptische Beschwerden, Verhütung der Symptome der Reisekrankheit. Ingwer regt die Gallensaftproduktion, die Speichel- und Magensaftsekretion und die Darmbewegung an. Die Knolle wirkt antibiotisch und und immunstimulierend 

Die Ingwerwurzel wird in der TCM als Allroundtalent angesehen. Durch die Einnahme von Ingwer werden verstärkt die Abwehrstoffe im Körper ausgeschüttet, sodass Viren und Bakterien keine Chance haben. Ebenfalls wirkt der Ingwer Lebensmittelvergiftungen entgegen (deshalb oft in Kombination mit Fisch!)

Mit täglich einem Becher Ingwertee, können Sie für eine starke Mitte sorgen und wappnen sich gegenüber der kalten Jahreszeit im Herbst und im Winter.

Inhaltstoffe

Inhaltstoffe:

  • Ätherisches Öl: bis 3 %, Hauptkomponenten meist Sesquiterpene: Zingiberen, ar-Curcumen, beta-Bisabolon.
  • Scharfstoffe: Phenylalkanone (Shogaole) und Phenylalkanonole (Gingerole) mit unterschiedlicher Kettenlänge.
  • Reichlich Vitamin C

Wer sollte bei Ingwer aufpassen?

Laut der Kommission E bewirkt Ingwer keine Nebenwirkungen. Dennoch, wer unter Sodbrennen leidet oder einen empfindlichen Magen hat, sollte die scharfe Knolle lieber meiden. Die ätherischen Öle reizen den Magen, so dass er mehr Säure produziert. Entweder, Sie verzichten ganz oder nehmen nur sehr wenig für den Tee oder süßen entsprechend mit Honig. Bei einem Gallensteinleiden sollte zunächst Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal gehalten werden, vor einer Operation und während der Einnahme bestimmter Medikamente sollte kein Ingwer eingenommen werden, da er blutverdünnend wirkt.

Ob Ingwer in der Schwangerschaft verzehrt werden sollte ist umstritten. Generell ist gegen eine Tasse Ingwertee nichts einzuwenden, es sei denn, es handelt sich um eine Risikoschwangerschaft, Komplikationen wie Blutungen oder eine Blutgerinnungsstörung der werdenden Mutter. Bei Unsicherheiten ist es immer besser, sich die Meinung der Ärztin oder Hebamme einzuholen. Für Kinder unter 6 Jahren wird Ingwer nicht empfohlen.

Da Ingwertee so anregend wirkt, ist es ratsam vor dem Zubettgehen auf das Trinken zu verzichten.

Ingwertee: Zutaten und Zubereitung

Tasse Tee mit Ingwer auf Teller
© congerdesign - Pixabay

Zutaten:

  • Ingwerwurzel

  • Honig oder brauner Zucker

  • Leitungswasser

Zubereitung:

Ca. 5 dünne Scheiben (2 - 5 mm) der Ingwerwurzel schneiden. Je feiner die Scheiben oder Würfel geschnitten werden, desto mehr Geschmack und Wirkstoffe können austreten. Diese nun in einem Topf mit 2 Bechern Wasser ca. 15 - 20 Minuten bei geringer Hitze köcheln. Das Ganze abseihen und mit 1 Löffel Honig/braunem Zucker süßen. Mindestens 5 Minuten ziehen lassen und schluckweise trinken. Je länger der Tee beim zubereiten zieht, desto schärfer wird er. Das Süßen des Tees ist sehr wichtig, da das Ingwerwasser sonst viel zu scharf für die Magenschleimhaut wäre und dieser schaden könnte. Der süß-scharfe Geschmack stärkt die Mitte, indem er eine aufbauende und anregende Wirkung aufweist. Ingwertee kann auch kalt getrunken werden. Verschiedene Rezepte fügen diesem Grundlegenden noch weitere Heilkräuter, wie zum Beispiel frische Minze hinzu. Besonders beliebt ist das Beigeben von Zitrone oder Orange in Scheiben, was für einen extra Vitamin C- und Geschmackskick sorgt.

Mit oder ohne Schale?

Auch bei der Ingwerknolle liegen die wertvollsten Inhaltsstoffe direkt unter der Schale. Diese ist verzehrbar und muss somit nicht entfernt werden. Sollte die Knolle jedoch etwas älter sein, kann es sein, dass der Tee bitter wird und die Schale sollte doch entfernt werden. Dies funktioniert am besten mit einem Messer oder einem Sparschäler, wenn die Knolle richtig frisch ist, reicht auch die Außenkante eines Löffels, mit der die Haut ganz leicht abgeschabt werden kann.

Wie viel Ingwertee darf ich täglich trinken?

50 Gramm frischer Ingwer, beziehungsweise 5 g getrocknetes Pulver pro Tag gelten als unbedenklich, ansonsten könnten Sodbrennen oder Verdauungsbeschwerden auftreten. Zudem sollte ein dauerhafter Verzehr unterlassen werden, da die Magenschleimhaut durch die Scharfstoffe angegriffen wird.

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