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Hepatitis

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Risikoreiche Leberentzündung

Die Hepatitis ist eine Leberentzündung. Sie wird ausgelöst durch Viren, Medikamente oder Autoimmunkrankheiten. Eine begleitende Therapie mit pflanzlichen Medikamenten bei chronischer Entzündung ist sinnvoll.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Ist Hepatitis vermeidbar?

Mangelnde Hygiene bei Ernährung und Sexualkontakten ist tatsächlich an einem Großteil der Hepatitis Fälle schuld. Das betrifft aber nicht nur die Entwicklungsländer. Auch bei uns besteht Handlungsbedarf: Alkohol und Gifte, Medikamente und Übergewicht bedrohen die Lebergesundheit. Die Hepatitis-Ursachen sind sehr vielfältig, die richtige Vorbeugung kann vor den meisten Hepatitis-Formen schützen. Zum Glück gehen die, in den Ballungszentren gemeldeten, ansteckenden Hepatitis-Fälle zurück. In vielen Fällen heilt eine Hepatitis folgenlos aus, andere werden chronisch. Dann nehmen auch so manche Komplikationen ihren Lauf. Oftmals ist die Schulmedizin machtlos und auch die Naturheilkunde ist hier nur Begleiter. Beeindruckend ist dennoch die Wirksamkeit der Phytotherapie im Punkt Leberschutz.

Behandlung bei Hepatitis: Naturheilkunde und Hausmittel

Ursächlich behandeln

Die Leber kommt der Heilung in der Regel sehr entgegen, ist sie doch sehr vital und regenerationsfähig. Das hängt aber davon ab, ob man die Ursache der Hepatitis stoppen kann. Alkohol, Adipositas und Gifte (Medikamente) wären leicht abzustellen. Viel schwieriger sieht es bei den viralen Erkrankungen Hepatitis B, C und D aus. Sie enden manchmal chronisch. Virale Hepatitis ist auch heute noch eines der großen Probleme in der Schulmedizin. Während man gegen die Bakterien Antibiotika einsetzen kann, hat man gegen die Viren keine vergleichbaren Verteidigungen. Verschiedene Medikamente lindern die Erkrankung aber. Auch eine Transplantation kann helfen. Oftmals springt die Infektion auf das Transplantat über.

Begleittherapie bei Hepatitis

Die Phytotherapie hat tatsächlich gute Heilpflanzen auf Lager. Sie sorgen für den Leberschutz und auch die Begleitsymptome einer chronischen Hepatitis lassen sich damit angehen. Da viele Hepatitis Patienten unterernährt sind, bekommt die richtige Ernährung automatisch einen hohen Stellenwert.

Lebensführung

  • Reine Nahrung: Ernähren Sie sich mit gesunden Lebensmitteln und keiner Fertignahrung. Gemeint sind Vollkornprodukte, Obst und Gemüse. Auf der Negativliste stehen alle Industrieprodukte wie Wurstwaren, Backwaren, Fast Food, Dosen und Tütennahrung. Hier sind zu viele Zusatzstoffe, Salze und Gifte versteckt.
  • Giftfrei leben: Auch von den beliebten Genussgiften wie Alkohol und Nikotin lässt man besser die Finger. Bei Kaffee gilt nur ein Einschränkungsgebot.
  • Leben überprüfen: Gifte kommen oftmals auch aus der Lebensweise in den Körper. Grund genug alle Medikamente und gerade auch die Stoffe, denen man beruflich exponiert ist zu bedenken.
  • Ruhig angehen: Bei Hepatitis wird man müde und kraftlos. Diesem Impuls sollte man bei akuter Hepatitis nachgeben. Später muss man sich aber bewegen, damit die Leberdurchblutung wieder in Schwung kommt.

Heilpflanzen

Die Kommission E hat nur drei Pflanzen für das Anwendungsgebiet „Leberschutz“ anerkannt: Artischocke, Mariendistel und Soja in Form von Phospholipiden. Die genannten Pflanzen schützen die Leber vor Giftstoffen, fördern die Regeneration und lindern Verdauungsbeschwerden im Oberbauch mit Völlegefühl.

Die Behandlungsschwerpunkte der wirksamsten Pflanzen sind:

Mariendistelsamen bei Verdauungsbeschwerden, chronischer entzündlicher Hepatitis, Leberzirrhose, Fettleber, toxischen Leberschäden, Autoimmun-Hepatitis, Knollenblätterpilzvergiftungen, abnehmender Leistungsfähigkeit,

Mariendistelextrakte mit dem Wirkstoff Silymarin sind klinisch geprüft und versprechen sehr gute Wirksamkeit.

Phytotherapie gegen Verdauungsprobleme

Gegen leichtere Beschwerden im Oberbauch mit Druck und Völlegefühl werden verschiedene Lebertees angeboten. Sie enthalten Artischocke, Erdrauch, javanische Gelbwurzel (Curcuma), Mariendistelfrüchte, Löwenzahn und Boldoblätter. In Frage kommt auch Grüner-Tee-Extrakt, Pfefferminze, Schafgarbe, Kornblume, eventuell auch Schwarzkümmel. Mehr dazu im Kapitel Verdauungsbeschwerden und Verdauungsschwäche.

Nicht vergessen: Begleitbeschwerden behandeln!

Eine schwache Leber beeinträchtigt viele andere Körperfunktionen. So sind auch Heilpflanzen gegen Abwehrschwäche und Ödeme interessant. Gerade wassertreibende Mittel helfen gegen das Wasser in Bauch und Beinen.

Indonesische Lebertherapie

Die Traditionsheilkunde in Indonesien setzt bei Leberbeschwerden das Gewürz Curcuma ein. Es klingt schon sehr ermutigend, dass auch in Zellkulturversuchen die Virenvermehrung mit Curcuma gebremst wird. Die Viren werden einfach ausgesperrt und infizieren die Leberzellen weniger effektiv. Die herkömmlichen Medikamente oder auch Gerbstoffe aus Grünem Tee verbessern sogar noch die Wirkung. Aber am Ende bleibt die Therapie unsicher, denn der Wirkstoff ist nicht klinisch geprüft. Auch die Bioverfügbarkeit von Curcumin ist in der Praxis sehr gering. Nichts desto trotz wird es die Forschung anregen an ähnlichen Wirkstoffen zu arbeiten.

Heilpflanzen und Vitalstoffe, die bei Hepatitis helfen können

Homöopathische Mittel

Typische homöopathische Mittel gegen Leberleiden enthalten jeweils eine Komponente wie:

  • Schöllkraut (Chelidonium): Geschmack im Mund pappig und bitter. Aufstoßen, Übelkeit und Krampfschmerzen, Stechen unter dem rechten Rippenbogen bis unterhalb des Schulterblatts.
  • Chinarindenbaum (China officinalis): Blähungen und Aufstoßen, aber Leere im Magen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, nervöse Überempfindlichkeit.
  • Magnesiumcarbonat (Magnesium carbonicum): Schmerzen besonders an der rechten Schulter bei Leberbelastung, Blockade des Gallenflusses mit Stechen in der Schulter.
  • Magnesiumchlorid (Magnesium muriaticum): Leberschäden mit einer harten und vergrößerten Leber und Übelkeit am Morgen. Anregung der Lebertätigkeit.

Homöopathische Komplexmittel gegen Hepatitis enthalten mehrere Bestandteile wie:

  • Mariendistel (Silybum marianum) gegen Leberleiden mit Verstopfung.
  • Bärlapp (Lycopodium) bei einem Blähbauch mit einem schnell einsetzenden Völlegefühl und gelblicher Haut.
  • Löwenzahn (Taraxacum) gegen festsitzende Blähungen und dumpfen Leberschmerzen.

In der klassischen Homöopathie wird das Mittel passend für jeden einzelnen Patienten ausgewählt. Fragen Sie dazu einen erfahrenen Homöopathen.

Schüßler-Salze gegen Hepatitis

  • Natriumsulfat (Natrium sulfuricum): Leber berührungsempfindlich, Stechen in der Leber beim Einatmen, Durchfall am Morgen. Bei Vergiftungen: Ausscheidung von Giftstoffen über das Leber-Galle-System, Anregung der Leberfunktion und Energiegewinnung.

Nahrungsergänzung

Bei Leberzirrhose lassen sich häufig zu niedrige Spiegel der Mineralien Zink und Selen feststellen. Auch die Vitamine des Vitamin B-Komplexes sowie die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sind im Blut oft nicht genug vorhanden. Sprechen Sie Nahrungsergänzungsmittel mit Ihrem Arzt ab.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

Hausmittel: feuchtwarme Auflagen

Die Leber liebt es warm. Bei Beschwerden helfen feuchtwarme Auflagen am Oberbauch, denn gerade die dampfige Wärme überträgt sich gut auf das Gewebe. Das regt die Durchblutung an und unterstützt den gefährdeten Leberstoffwechsel. Ein warmer Waschlappen ist schnell zur Hand, optimal ist ein Heublumensack.

So wird es gemacht:

Wasser in einen Topf füllen und einen Siebeinsatz hineinstellen. Darin liegt dann der Heublumensack. Er darf nicht direkt nass werden. Den Topf zudecken und das Wasser zum Kochen bringen. So erwärmt der heiße und feuchte Wasserdampf das duftende Heu. Aber Achtung: Vor dem Auflegen prüft man mit den Händen die Temperatur. Zu heiß darf der Heublumensack nicht sein.

Gesund trinken mit Lebertee

Führen Sie bei Leberbelastungen eine kleine tägliche Teezeremonie ein: Ein bis drei Tassen Lebertee unterstützen die Restfunktion (Fertigtee aus der Apotheke). Typische Komponenten sind: Mariendistelfrüchte, Artischockenblätter, Erdrauchkraut, javanische Gelbwurzel, Löwenzahnwurzel, Boldoblätter.

So wird es gemacht:

Ein Esslöffel Tee pro Tasse mit kochendem Wasser (ca. 150ml) übergießen. Erst nach 10 bis 15 Minuten abseihen und nach dem Essen trinken.

Weitere Therapien

Dieser Teil deckt die Mittel und Verhalten gegen Hepatitis ab, der nächste Teil beschäftigt sich mit Naturheilverfahren, Ernährung und Schulmedizin bei Hepatitis.