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Symptome und Diagnose bei Hepatitis

Verdauungsbeschwerden

Weil die Leber so dringend für die Verdauung benötigt wird, liegen die Akutzeichen einer Hepatitis auf Verdauungsbeschwerden: Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit sind erste Symptome.

Symptome

Häufig ist auch eine Infektion oder Entzündung mit im Spiel, so folgen eventuell unspezifische grippeähnliche Symptome:

  • Abgeschlagenheit, Unwohlsein
  • Gelenk- oder Muskelschmerzen
  • leichtes Fieber
  • Kopf- und Rachenschmerzen, Schwindel
  • Dunkler Urin und heller Stuhl

Beim Virustyp C kommt es meist zu keinen akuten Symptomen. Die Infektion wird meist erst entdeckt, wenn durch die chronische Infektion Leberschäden auftreten. Leberbeschwerden betreffen besonders oft auch Geruchs- und Geschmackssinn. So ekeln sich die Menschen oft bei Essensgeruch. Die Vergrößerung der Leber im linken Oberbauch kann meist nur der Arzt feststellen.

Typisches Zeichen: Gelbsucht

Die Entzündung verursacht bei 20-30 % der Patienten auch ein Zurückstauen von Gallenflüssigkeit. Dadurch kommt der gelbe Gallenfarbstoff Bilirubin nach dem Ausbruch der Krankheit ins Blut und von dort in alle Organe. Man kann das leicht an der Gelbfärbung der Haut und der Augen erkennen („Gelbsucht“). Bilirubin gelangt auch über die Niere in den Urin, der dadurch dunkel wird, der Stuhl bleibt dagegen zeitweise hell.

Chronische Hepatitis

Oftmals kann der Körper die Ursache nicht beseitigen. Viele Viren sind dauerhafte Gäste und auch viele Gifte überschwemmen die Leber chronisch (Alkoholismus). Wenn die Leber nicht arbeitet, sind viele andere Körperfunktionen behindert. So bleiben auch Symptome wie Müdigkeit. Der Appetit ist schwach und die Personen verlieren an Gewicht. Umso schlimmer, da Durchfälle zusätzlich an der Kraft zehren. Je nachdem, wie stark die Leber entzündet ist, schmerzt ein Druck unter dem rechten Rippenbogen. Entzündung und Stoffwechsel schlagen sich auf die Gelenke, sie schmerzen.

Die Beschwerden gestalten sich, je nachdem wie gut der Körper gerade mit der Erkrankung fertig wird. Es gibt auch leichte Fälle, bei denen die Menschen ihren täglichen Beschäftigungen nachgehen können.

So fühlt man sich bei Leberschwäche

Die alten Ärzte hatten keine Laborwerte und haben diese Kleinigkeiten gut beobachtet. So gibt es viel mehr Symptome für eine Leberschwäche, die mehr oder weniger stark auftreten. Unmodern wird dieses wertvolle Wissen nie werden:

  • Durch den Gewichtsverlust wird der Bauch nicht zwangsläufig dünn: Bei Leberzirrhose blähen Wassereinlagerung den Bauch auf (Bauchwassersucht, Aszites). Auch in der Haut und den Beinen lagert sich Wasser ab (Beinödeme).
  • Auf dem Bauch treten dann manchmal blaue Adern wie Schlangen hoch hervor.
  • Auch beim Befinden gibt es Abstriche. So schwitzt oder friert man leichter.
  • Die Leber ist auch für die Blutgerinnung zuständig. Fehlen die entscheidenden Faktoren, neigen die Patienten zu Nasenbluten und Blutergüssen sowie Zahnfleischbluten.
  • Typische Hautzeichen sind die „Spider naevi“. Das sind punktförmige Geflechte von Äderchen, die wie ein Stern oder eine Spinne aussehen.
  • Auch die Handinnenflächen tragen deutliche Merkmale: Eine mehr oder weniger fleckige Rötung färbt die sehr warmen Ballen.
  • Übernatürlich lack-rot sind auch die Lippen und die Zunge. Das hat ihnen den Namen „Lacklippen“, „Lackzunge“ und „Himbeerzunge“ eingebracht.
  • An den Händen verhärtet gelegentlich Gewebe und zieht sich zusammen. Einzelne Finger lassen sich dann nicht mehr richtig bewegen („Dupuytren’sche Kontraktur“)
  • Die Nägel an Händen und Füßen haben deutliche helle Verfärbungen („Weißnägel“)

Sex-spezifische Symptome

Da die Leber auch im Stoffwechsel der Sexualhormone mitspielt, sind manche Beschwerden je nach Geschlecht verschieden. Frauen verlieren eventuell ihre Monatsblutung, Männer werden weiblicher. Das nicht abgebaute Östrogen verursacht bei Ihnen Brustansätze und Haarausfall an Bauch und Schamhaar.

Wann zum Arzt

Wenn Sie nach einer „Grippe“ nicht wieder auf die Beine kommen und dauerhaft müde und abgeschlagen sind, dazu Übelkeit, Erbrechen oder Appetitlosigkeit plagen, ist ein Arztbesuch angebracht. Der klarste Hinweis für eine durchgemachte Hepatitis ist die Gelbfärbung der Haut. Aber dann setzt meist schon die Besserung ein. Der Arzt muss dann überwachen, ob sich eine chronische Hepatitis entwickelt.

Viele Hepatitisformen sind ansteckend, darum ist eine baldige Diagnose nicht nur für den Patienten wichtig, sondern auch für die direkten Kontaktpersonen.

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Man kann Leberentzündungen durch Bluttests erkennen. Dabei weist man Proteine nach, die von den abgestorbenen Leberzellen freigesetzt werden. Das Blut schwemmt sie in den Körper. Die Labormedizin nennt diesen Blutwert ASAT (GOT) und ALAT (GPT) und meint damit die Leberenzyme.

In der Regel wird der Arzt bei Hinweisen auf eine Hepatitis gezielt nach Hepatitis-Viren suchen (Hepatitis-Serologie). Entscheidend für den Verlauf ist der Virustyp (A, B, C, D, E). Zudem wird bei der Aufnahme der Krankengeschichte nach Giftstoffen und Auslandsaufenthalten gefragt.