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Symptome und Diagnose bei Thrombose

Sauerstoffmangel durch Durchblutungsstörungen

Alle Körpergewebe müssen permanent versorgt werden. Sauerstoffmangel ist das erste Symptom, das bei Durchblutungsstörungen Probleme bereitet. Diagnostisch kann man dann die Verstopfung meist genau lokalisieren. Bei Alarmsymptomen muss sofort der Notarzt verständigt werden.

Symptome

Es treten plötzlich starke Schmerzen auf. Dabei ist der Bereich kühl und blass, später blau marmoriert und es ist kein Puls tastbar. Begleitend treten Gefühlsstörungen sowie Lähmungen auf. Bei chronischen kleineren Verschlüssen heilen Wunden an den Beinen schlecht.

  • Bewegen ist schmerzhaft und beim Stopp hören die Schmerzen auf
  • Hängen lassen bessert.

Phlebothrombose (Tiefe Venenthrombose)

Eine Phlebothrombose kann zunächst symptomlos beginnen. Dann treten ziehende Schmerzen auf, wie bei einem Muskelkater. Daneben werden ein Spannungs- und Schweregefühl beschrieben. Eventuell ist ein Bein überwärmt und geschwollen. Bei starken Ödemen ist auch die Haut gespannt und auch oft bläulich-rot verfärbt. Vor allem wenn das Bein nach unten hängt verstärkt sich die blaue Farbe. Eventuell sieht man ein oberflächliches Hervortreten von Venen.

  • Stehen, bewegen und Wärme verschlechtert
  • Hochlagern und Kälte bessert Symptome

Thrombophlebitis (Oberflächliche Venenentzündung)

Dabei sind typische Entzündungszeichen lokal begrenzt sichtbar: Wärme, Schmerz, Rötung, Schwellung. Der Bereich ist sehr empfindlich für Druck. Ist eine bakterielle Infektion die Ursache, kann auch Fieber und Schüttelfrost auftreten.

Symptome der Thrombose-Sonderformen:

  • Sind die Herzkranzgefäße bei einem Herzinfarkt betroffen, zeigen sich brennende Herzschmerzen (oft ausstrahlend in den linken Arm, Magen, Rücken, Hals…) mit einem Engegefühl in der Brust und Atemnot. Bei Frauen äußert sich das oft ganz anders (Übelkeit, Erbrechen, Schwäche). Oft schwitzen die Betroffenen, der Schweiß ist dabei kalt und die Haut fahl.
  • Fallen im Gehirn Regionen durch einen Schlaganfall aus, sind schlagartig gewisse Funktionen betroffen. Dann kann der Patient nicht mehr sprechen, sich bewegen oder sehen. Schwindel, Kopfschmerzen oder Wortfindungsstörungen – die Symptome hängen von der geschädigten Region ab.
  • Eine Thrombose im Auge führt innerhalb von Sekunden zu Sehstörungen bis hin zur Blindheit.
  • Im Verdauungstrakt entstehen starke Bauchschmerzen (die aber nach einiger Zeit wieder vergehen).
  • Wird die Niere vom Blutfluss abgeklemmt melden sich Schmerzen in der Flanke. Der Urin ist blutig.
  • Bei einer Lungenembolie liegt die Thrombose in der Lunge. Man verspürt Luftnot, muss husten und hat Schmerzen im Oberkörper. Auch schnelle Atmung und Herzrasen sind Anzeichen.

Wann zum Arzt

Warnstufe I: bekanntes Risiko

Bei hohem Thrombose-Risiko (Ursachen) sollten Sie aufmerksam sein bei allen plötzlichen Veränderungen. Informieren Sie sich beim Arzt rechtzeitig über die Symptome und Ihre Handlungsoptionen. Wer das Szenario „Notfall“ schon mal geprobt hat, bleibt im Ernstfall ruhiger. Legen Sie sich die wichtigsten Telefonnummern parat. Mit einem Handy können Sie sich überall Hilfe organisieren. Bei einer Thrombose muss innerhalb von 4 Stunden eine Therapie beginnen.

Wie erkennt man Thrombosen? Schnelldiagnose

Farbe Blau - tiefe Venenthrombose (Phlebothrombose)

Venenthrombosen entstehen meist in den Beinen. Sie verfärben sich bläulich und schwellen deutlich an.

→ hoch lagern, Polster unterlegen, kühlen

Weiß und Blass – akuter Arterienverschluss

Kennzeichen vor arteriellen Verschlüssen ist die blasse Hautfarbe der Extremität, Gefühlsstörungen und Schmerzen. Es lässt sich kein Puls mehr tasten.

→ tief lagern – nicht reiben, keine Kälte, keine Wärme – gut polstern (ohne Druckstellen!)

Chronische Beschwerden

Bei Krampfadern und chronischen Arterienleiden sollte ein Arzt die Krankheit begleiten.

periphere arterielle Verschlusskrankheit

Arteriosklerose

Koronare Herzkrankheit (KHK)

Krampfadern

Geschwollene Beine

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Gefäßverschlüsse - Blickdiagnose

Neben der sorgfältigen Anamnese sowie Abklärung von Thrombose-Risikofaktoren erfolgt eine körperliche Untersuchung der Haut, Hautfarbe, Fingerkuppen und Nägelbeschaffenheit. Eine Schwellung der Extremität, die Schmerzart und die Reaktion auf Druck sind weitere Kriterien.

Um festzustellen, ob große Adern noch durchgängig sind, wird der Puls getastet. Durch ein Stethoskop prüft der Arzt die Strömungsgeräusche in den Arterien, die durch eine Verengung lauter werden. Ein einfacher Test für arterielle Erkrankungen ist auch die Geschwindigkeit, mit der sich die Beine nach einer Hochlagerung wieder mit Blut füllen. Bei venösen Erkrankungen fließt es nicht ab, wenn die Beine hoch gehoben werden.

Schmerzen bei Venenthrombosen treten auf:

  • beim Druck auf die Wade
  • beim Zurückbiegen des Fußes (in der Wade)
  • beim Druck auf die Mitte der Fußsohle

Daneben stehen die folgenden technischen Methoden zur Verfügung:

Blutdruckmessungen

Der Arzt misst den Blutdruck an verschiedenen Stellen (Armen, Beinen). Im Normalfall ist der Wert im Fuß 10 mmHg höher als im Arm. Eine Seitendifferenz über 25 mmHg deutet ebenfalls auf ein Strömungshindernis wie etwa eine Thrombose hin.

Angiographie, Phlebographie

Hier wird in den Blutkreislauf ein Kontrastmittel gespritzt und die Adern dann mit Röntgen abgebildet. So kann das Gefäß bis zur Engstelle mit der Thrombose verfolgt werden.

Doppler-Sonographie

Sie arbeitet mit Ultraschall und ist das wichtigste Verfahren. Die Blutkörperchen reflektieren den Schall, so dass die Stärke und die Bewegungsrichtung des Blutes dargestellt werden kann. Gut sichtbar sind außerdem Blutrückfluss, defekte Venenklappen und erweiterte Venen. Heute stehen viele ähnliche Verfahren zur Verfügung, die statt Schall reflektiertes Licht aufspüren wie Photoplethysmographie (PPG), digitale Photoplethysmographie (DPPG), Lichtreflexionsrheographie (LRR).

CT und MRT: Inventur der Schäden

Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) ermöglichen die Bestandsaufname der entstandenen Schäden. Man sieht dabei wie viel Gewebe wie stark geschädigt ist.

Sauerstoffmessung

Durch die geschlossene Haut kann man den Sauerstoffgehalt im Gewebe darunter messen. Damit ist es möglich den Verlauf zu kontrollieren und vorauszusagen, an welcher Stelle Schäden drohen.

Labordiagnose

Durch eine Laboruntersuchung überprüft man die Gerinnungsfaktoren im Blut. Bei jungen Patienten oder älteren mit einer familiären Thrombosegeschichte ist ein Thrombophilie-Screening angebracht. Dann werden die Gerinnung-Blutparameter systematisch durchgetestet. Daneben gibt es heute schon Möglichkeiten Risiko-Gene aufzuspüren.

Andere Ursachen möglich

  • Sind die Schwellungen symmetrisch, könnte auch eine Herz-, Nieren- oder Lebererkrankung vorliegen.
  • Tumore sind Thrombose-Auslöser, so dass bei einem konkreten Verdacht die Tumordiagnostik zum Einsatz kommt.